Hackesche Höfe/ Hof IV, der Brunnenhof mit dem schrägen Seifenbaum

Es ist schön in den Hackeschen Höfen und wir haben den Umzug in den Hof IV, den Brunnenhof nicht bereut, wo den ganzen Tag das Wasser plätschert und sich unzählige Touristen für eine Pause auf den Bänken niederlassen. Außerdem gibt es hier ein hübsches Bäumchen, welchem wir uns besonders verbunden fühlen. Warum? Lesen sie weiter.

Die Hackeschen Höfe, Teil der Spandauer Vorstadt im Berliner Stadtbezirk Mitte, benannt nach dem Stadtkommandanten Hans Christoph Graf von Hacke, wurden am 23. September 1906 eröffnet.

Den Hackeschen Markt selber gibt es seit etwa 1750. Friedrich der Große hatte seinem Stadtkommandanten Hacke den Auftrag erteilt, einige Freiflächen des Geländes weiter auszubauen und so entstand unmittelbar vor den Toren der befestigten Berliner Innenstadt ein Marktplatz, der nach dem Grafen benannt wurde.

Heute sind die Hackeschen Höfe, die seit 1972 unter Denkmalschutz stehen, einer der wichtigsten Anlaufpunkte für Berlintouristen. Und viele Touristen sind sehr neugierig. Die wollen dann wissen, wo das Scheunenviertel ist, was Spandauer Vorstadt bedeutet, ob die Hackeschen Höfe schon immer so schön waren und was die Wohnungen hier so kosten. Fragen über Fragen, die man gar nicht alle beantworten kann. Doch auf die am häufigsten gestellte Frage (es ist die nach dem Baum im Hof IV), gibt es eine ganz einfache Antwort. Das schräge Bäumchen, welches sich so zur Seite lehnt, daß es bereits abgestützt werden muß, ist ein Eschen-Ahorn, der zur Familie der Seifenbaumgewächse gehört. Ordnung – Sapindales/ Seifenbaumartige, Familie – Sapindaceae/ Seifenbaumgewächse, Gattung – Ahorne, Art – Eschen-Ahorn. Den Familiennamen (Seifenbaumgewächse/ Sapindaceae) verdanken die Seifenbaumartigen (das ist die Ordnungsbezeichnung) dem franz. Botaniker Antoine Laurent de Jussieu (1748 – 1836), dessen Autorenkürzel Juss. man bis heute in Botaniknachschlagewerken findet. Er bezeichnete die Pflanzenfamilie ursprünglich als SAPINDI, was sich aus dem lat. Sapo für Seife und india für Indien zusammensetzt. Warum er das getan hat, und warum er ausgerechnet beim Anblick der Blüten – hier wurden und werden die charakteristischen Merkmale bestimmt – an Seife dachte, das müssen sie ihn schon selber fragen.

Beheimatet ist der Eschen-Ahorn im nördlichen Amerika, von wo aus er bereits um 1700 nach Europa eingeführt wurde. Er gilt als sehr robust, hält lange Trockenperioden aus und selbst der Staub einer Großstadt stört ihn nicht. Was wohl auch der Grund dafür ist, daß der Eschen-Ahorn zu den am häufigsten gepflanzten fremdländischen Gehölzen in Europa gehört. Ganz typisch für die Art ist der schräge Wuchs. Ältere Bäume legen sich manchmal sogar ganz auf die Seite – wenn man sie nur läßt.

HACKESCHE HÖFE

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Über erik

Ich bin nur der, der hier schreibt. Die mit den Seifen, das ist Xenia Trost und die hat sich 1000&1 Seife ausgedacht.
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