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	<title>Schöne Seife - das Blog für die schäumende Leidenschaft von 1000 &#38; 1 Seife - Handgemachte Seifen aus Berlin. www.schoeneseife.de</title>
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	<description>Das Blog für schöne Seifen. Die handgemachten Seifen von 1000 &#38; 1 Seife aus Berlin.</description>
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		<title>SUNIL &#8211; Für das strahlendste Weiß ihres Lebens &#8211; bringt Freude bei der Hausarbeit und das schöne Seifenblog setzt gleich mal eine Waschmaschine an.</title>
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		<pubDate>Sun, 22 Apr 2012 09:37:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>erik</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Hausfrau]]></category>
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		<description><![CDATA[und kostet nur DM 0, 75 für ein Normalpaket. Ja das waren noch Zeiten. Die Hausfrau strahlt und selbst beim Wäschewaschen sieht sie schmuck und modisch aus, und das für den Preis. Kein Wunder, daß viele Leute der guten alten &#8230; <a href="http://www.schoeneseife.de/2012/04/22/sunil-fur-das-strahlendste-weis-ihres-lebens-bringt-freuden-bei-der-hausarbeit-und-das-schone-seifenblog-setzt-gleich-eine-waschmaschine-an/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">und kostet nur DM 0, 75 für ein Normalpaket. Ja das waren noch Zeiten. Die Hausfrau strahlt und selbst beim Wäschewaschen sieht sie schmuck und modisch aus, und das für den Preis. Kein Wunder, daß viele Leute der guten alten Zeit nachtrauern.</p>
<blockquote><p>Beim Putzen sollten wir uns schick anziehen, denn die richtige, hübsche Kleidung wirkt sich auf unsere Selbstachtung aus &#8230; Wer besser angezogen ist, leistet bessere Arbeit. Eine Frau kann sogar moppen und putzen, ohne wie eine Putzfrau auszusehen. (Horsfield, S. 117)</p></blockquote>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;"><a rel="attachment wp-att-3978" href="http://www.schoeneseife.de/2012/04/22/sunil-fur-das-strahlendste-weis-ihres-lebens-bringt-freuden-bei-der-hausarbeit-und-das-schone-seifenblog-setzt-gleich-eine-waschmaschine-an/sunilpackung_rueckseite_blog/"><img class="aligncenter size-full wp-image-3978" title="SUNILPACKUNG_Rueckseite_blog" src="http://www.schoeneseife.de/wp-content/uploads/2012/04/SUNILPACKUNG_Rueckseite_blog.jpg" alt="" width="500" height="919" /></a></p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Und wie werden Waschpulver eigentlich hergestellt? Was sind Waschpulver eigentlich? Richtige Seifen sind ja fest und die Oma hat früher mit Kernseife die Wäsche und überhaupt, da gab es so ein Waschbrett und dann die WM66; in der Luxusversion sogar mit Laugenpumpe. Lang ist es her und seit den 20er Jahren wurden Waschpulver mittels Sprühverfahren hergestellt. Das umständliche Trennverfahren, wo man auf großen Flächen die unterschiedlichen Substanzen, die für ein Waschmittel benötigt wurden, mischen mußte, wurde durch Zerstäuben in Sprühtürmen abgelöst.</p>
<p style="text-align: justify;"><a rel="attachment wp-att-3997" href="http://www.schoeneseife.de/2012/04/22/sunil-fur-das-strahlendste-weis-ihres-lebens-bringt-freuden-bei-der-hausarbeit-und-das-schone-seifenblog-setzt-gleich-eine-waschmaschine-an/sunilpackung_vorderseite_blog/"><img class="aligncenter size-full wp-image-3997" title="SUNILPACKUNG_Vorderseite_blog" src="http://www.schoeneseife.de/wp-content/uploads/2012/04/SUNILPACKUNG_Vorderseite_blog.jpg" alt="" width="500" height="260" /></a>Stellen sie sich einen Sprühturm einfach wie eine Art großen Zerstäuber vor, der in der Mitte eines großen Raumes/ eines Kessels steht. Hier wird die vorgetrocknete, noch heiße Seife &#8211; auch Waschmittel waren/ sind Seifen &#8211; einfach versprüht/regelrecht vernebelt (teilweise unter Vakuum), wodurch das Waschpulver eine sehr feine Struktur bekommt. Jedenfalls ist die Erinnerung an Omas Kernseife und die Arbeit auf dem Waschbrett der Nachkriegszeit geschuldet, wo ein Stück Kernseife oftmals das einzige Waschmittel überhaupt war. Waschpulver selber gibt es schon sehr viel länger.</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;"><a rel="attachment wp-att-4016" href="http://www.schoeneseife.de/2012/04/22/sunil-fur-das-strahlendste-weis-ihres-lebens-bringt-freuden-bei-der-hausarbeit-und-das-schone-seifenblog-setzt-gleich-eine-waschmaschine-an/sunilpackung_seite_blau/"><img class="aligncenter size-full wp-image-4016" title="SUNILPACKUNG_Seite_blau" src="http://www.schoeneseife.de/wp-content/uploads/2012/04/SUNILPACKUNG_Seite_blau.jpg" alt="" width="500" height="113" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Die Frau findet im Putzen keine Erfüllung, ganz im Gegenteil. Das Putzen  ist der sichere Weg in den Wahnsinn. (Simone de Beauvoir/ &#8220;Das andere  Geschlecht&#8221;, sinngem.)</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Und es waren, es sind, immer und immer wieder Frauen, die für Waschpulver und die Reinheit der Wäsche werben. Gern für die weißen Hemden des Mannes, der auf Arbeit einen sauberen Hemdkragen haben soll. Die Frau durchlief dabei eine Art gesellschaftliche Konditionierung, welche häufig schon in Kindertagen begann &#8211; vielleicht noch beginnt &#8211; und für deren Wirkungsmacht es zahlreiche historische Beispiele gibt. Geschlechter-Rollen als gesellschaftliche Zuweisung: Früh übt sich, wer eine richtig gute Hausfrau werden will.</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">DIE WÄSCHE Wenn ihre Mutter waschen läßt, Ist`s für Marie ein wahres Fest; Da eilt sie emsig hin und her, Und keine Müh`scheint ihr zu schwer. aus Theodor Hosemann, &#8220;Die kleine Hausfrau&#8221; von 1877</p>
</blockquote>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;"><a rel="attachment wp-att-4033" href="http://www.schoeneseife.de/2012/04/22/sunil-fur-das-strahlendste-weis-ihres-lebens-bringt-freuden-bei-der-hausarbeit-und-das-schone-seifenblog-setzt-gleich-eine-waschmaschine-an/sunilpackung_seite_rot/"><img class="aligncenter size-full wp-image-4033" title="SUNILPACKUNG_Seite_rot" src="http://www.schoeneseife.de/wp-content/uploads/2012/04/SUNILPACKUNG_Seite_rot.jpg" alt="" width="500" height="104" /></a>Aber wenn wir die Kräfte, die die Putzgewohnheiten unserer Mütter und Großmütter geformt haben wirklich verstehen wollen, müssen wir mehr über die unerbittliche Kontinuität der häuslichen Geschichte erfahren. (Horsfield, S. 51)</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Lesetip: Margaret Horsfield &#8220;<em>Der letzte Dreck &#8211; Von den Freuden der Hausarbeit</em>&#8220;, Rütten &amp; Loening, Berlin 1999, 272 Seiten</p>
<p style="text-align: justify;"><a rel="attachment wp-att-4057" href="http://www.schoeneseife.de/2012/04/22/sunil-fur-das-strahlendste-weis-ihres-lebens-bringt-freuden-bei-der-hausarbeit-und-das-schone-seifenblog-setzt-gleich-eine-waschmaschine-an/der-letzte-dreck_buchtitel_blog/"><img class="aligncenter size-full wp-image-4057" title="Der-letzte-Dreck_Buchtitel_blog" src="http://www.schoeneseife.de/wp-content/uploads/2012/04/Der-letzte-Dreck_Buchtitel_blog.jpg" alt="" width="661" height="347" /></a></p>
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		<title>Seifen aus aller Welt in unserer Seifensammlung &#8211; der Seifenausstellung von 1000 &amp; 1 Seife. Das Seifenblog www.schoeneseife.de stellt vor: SEAWEED CENTER ZANZIBAR</title>
		<link>http://www.schoeneseife.de/2012/04/18/seifen-aus-aller-welt-in-unserer-seifensammlung-der-seifenausstellung-von-1000-1-seife-das-seifenblog-www-schoeneseife-de-stellt-vor-seaweed-center-zanzibar/</link>
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		<pubDate>Wed, 18 Apr 2012 08:39:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>erik</dc:creator>
				<category><![CDATA[SEIFEN AUS ALLER WELT]]></category>
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		<description><![CDATA[Das schöne an unserer Seifensammlung ist, daß wir sie zum einen in unserem Seifengeschäft ausstellen können und sie zum anderen auch ohne unser Zutun von ganz alleine weiterwächst. Inzwischen bringen schon Kundinnen und Kunden, Freunde, Bekannte und Verwandte Seifen aus &#8230; <a href="http://www.schoeneseife.de/2012/04/18/seifen-aus-aller-welt-in-unserer-seifensammlung-der-seifenausstellung-von-1000-1-seife-das-seifenblog-www-schoeneseife-de-stellt-vor-seaweed-center-zanzibar/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Das schöne an unserer Seifensammlung ist, daß wir sie zum einen in unserem Seifengeschäft ausstellen können und sie zum anderen auch ohne unser Zutun von ganz alleine weiterwächst. Inzwischen bringen schon Kundinnen und Kunden, Freunde, Bekannte und Verwandte Seifen aus aller Herren Länder mit; man wird nur manchmal leicht neidisch, wenn man sieht, wohin die Leute im Urlaub so fahren. Zanzibar wäre auch so ein Traumziel für mich. Windsurfen in Sansibar erträumte ich mir wunderbar. Doch als kleinen Vorgeschmack gibt es hier eine kleine Seife mit Rotalgen aus dem SEAWEED CENTER ZANZIBAR.</p>
<p style="text-align: justify;"><a rel="attachment wp-att-3957" href="http://www.schoeneseife.de/2012/04/18/seifen-aus-aller-welt-in-unserer-seifensammlung-der-seifenausstellung-von-1000-1-seife-das-seifenblog-www-schoeneseife-de-stellt-vor-seaweed-center-zanzibar/seaweed-center_1/"><img class="aligncenter size-full wp-image-3957" title="Seaweed-Center_1" src="http://www.schoeneseife.de/wp-content/uploads/2012/04/Seaweed-Center_1.jpg" alt="" width="500" height="381" /></a>Die Seife hat einen Durchmesser von ca. 3 cm und sie ist keine 4 cm lang. Ein winziges Stück, umwickelt mit Seegras.</p>
<p style="text-align: justify;"><a rel="attachment wp-att-3962" href="http://www.schoeneseife.de/2012/04/18/seifen-aus-aller-welt-in-unserer-seifensammlung-der-seifenausstellung-von-1000-1-seife-das-seifenblog-www-schoeneseife-de-stellt-vor-seaweed-center-zanzibar/seaweed-center_2/"><img class="aligncenter size-full wp-image-3962" title="Seaweed-Center_2" src="http://www.schoeneseife.de/wp-content/uploads/2012/04/Seaweed-Center_2.jpg" alt="" width="500" height="309" /></a>Produziert werden die kleinen Seifen in einem Förderprojekt für Frauen und auch die in der Seife enthaltene Rotalgenart (Laurencia spec.) wird von den Frauen im Watt, in kleinen, extra angelegten Rotalgengärten, kultiviert.</p>
<p style="text-align: justify;"><a rel="attachment wp-att-3963" href="http://www.schoeneseife.de/2012/04/18/seifen-aus-aller-welt-in-unserer-seifensammlung-der-seifenausstellung-von-1000-1-seife-das-seifenblog-www-schoeneseife-de-stellt-vor-seaweed-center-zanzibar/seaweed-center_3/"><img class="aligncenter size-full wp-image-3963" title="Seaweed-Center_3" src="http://www.schoeneseife.de/wp-content/uploads/2012/04/Seaweed-Center_3.jpg" alt="" width="500" height="375" /></a>Die Deklaration wäre zwar für einen Import in die EU nicht so richtig geeignet. Aber weil nur der Handel mit solch einer Seife verboten ist und nicht deren Besitz (zum Glück), kommt die kleine Seife in den nächsten Tagen auch in unsere Seifenausstellung/ in die Seifensammlung in unserem Geschäft.</p>
<p style="text-align: justify;">Sansibar (oder Zanzibar = persisch), was wohl so viel bedeutet wie Küste der Schwarzen, ist Teil des Unionsstaates von Tansania. Halbautonom, gelegen in Ostafrika, besteht es aus  drei Inseln, zu denen noch einige kleine Nebeninseln gehören &#8211; im Sansibar Archipel.</p>
<p style="text-align: justify;">Und wenn Sie das SEAWEED CENTER ZANZIBAR vorab schon mal besuchen möchten, dann können Sie dies hier ganz einfach im World Wide Web tun. <a href="http://seaweedcenter.blogspot.de/">www.seaweedcenter.com</a></p>
<p style="text-align: justify;"><a rel="attachment wp-att-3968" href="http://www.schoeneseife.de/2012/04/18/seifen-aus-aller-welt-in-unserer-seifensammlung-der-seifenausstellung-von-1000-1-seife-das-seifenblog-www-schoeneseife-de-stellt-vor-seaweed-center-zanzibar/seaweed-center_website/"><img class="aligncenter size-full wp-image-3968" title="Seaweed-Center_website" src="http://www.schoeneseife.de/wp-content/uploads/2012/04/Seaweed-Center_website.jpg" alt="" width="500" height="450" /></a></p>
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		<title>Die Abendschau vom rbb zu Gast in der Seifenwerkstatt von 1000 &amp; 1 Seife</title>
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		<pubDate>Tue, 10 Apr 2012 18:59:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>erik</dc:creator>
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		<description><![CDATA[rbb online.de]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a rel="attachment wp-att-3942" href="http://www.schoeneseife.de/2012/04/10/die-abendschau-vom-rbb-zu-gast-in-der-seifenwerkstatt-von-1000-1-seife/abendschau_2012_1/"><img class="aligncenter size-full wp-image-3942" title="Abendschau_2012_1" src="http://www.schoeneseife.de/wp-content/uploads/2012/04/Abendschau_2012_1.jpg" alt="" width="500" height="332" /></a><a href="http://www.rbb-online.de/abendschau/index.html">rbb online.de</a></p>
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		<title>Fritze von Wilhelm Busch im Seifenblog &#8211; Unterhaltsames für alle Seifenliebhaberinnen und Seifenliebhaber</title>
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		<pubDate>Sun, 18 Mar 2012 17:51:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>erik</dc:creator>
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		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a rel="attachment wp-att-3929" href="http://www.schoeneseife.de/2012/03/18/fritze-von-wilhelm-busch-im-seifenblog-unterhaltsames-fur-alle-seifenliebhaberinnen-und-seifenliebhaber/fritze_w-busch/"><img class="aligncenter size-full wp-image-3929" title="Fritze_W.Busch" src="http://www.schoeneseife.de/wp-content/uploads/2012/03/Fritze_W.Busch.jpg" alt="" width="500" height="853" /></a></p>
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		<title>Toilette machen ohne Wasser und Seife &#8211; die Angst vor dem eindringenden Wasser. Das Blog für schöne Seife auf den Spuren von Diana von Poitiers, Puder, Parfum und Pest</title>
		<link>http://www.schoeneseife.de/2012/03/16/toilette-machen-ohne-wasser-und-seife-die-angst-vor-dem-eindringendem-wasser-das-blog-fur-schone-seife-auf-den-spuren-von-diana-von-poitiers-puder-parfum-und-pest/</link>
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		<pubDate>Fri, 16 Mar 2012 21:02:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>erik</dc:creator>
				<category><![CDATA[KULTURWISSENSCHAFT]]></category>
		<category><![CDATA[Ambroise Paré]]></category>
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		<description><![CDATA[Teil II, Texte zur Kulturgeschichte der Körperpflege Die Dame bei der Toilette ist Diana von Poitiers (1499-1566), Mätresse Heinrichs des II. (1519-1559). Trotz des Altersunterschieds von 19 Jahren, war sie ab ca. 1538 (da war sie 40 Jahre alt) Heinrichs &#8230; <a href="http://www.schoeneseife.de/2012/03/16/toilette-machen-ohne-wasser-und-seife-die-angst-vor-dem-eindringendem-wasser-das-blog-fur-schone-seife-auf-den-spuren-von-diana-von-poitiers-puder-parfum-und-pest/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong>Teil II, Texte zur Kulturgeschichte der Körperpflege</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><a rel="attachment wp-att-3734" href="http://www.schoeneseife.de/2012/03/16/toilette-machen-ohne-wasser-und-seife-die-angst-vor-dem-eindringendem-wasser-das-blog-fur-schone-seife-auf-den-spuren-von-diana-von-poitiers-puder-parfum-und-pest/dame-bei-der-toilette_-fontainebleau_blog/"><img class="aligncenter size-full wp-image-3734" title="Dame bei der Toilette_ fontainebleau_blog" src="http://www.schoeneseife.de/wp-content/uploads/2012/03/Dame-bei-der-Toilette_-fontainebleau_blog.jpg" alt="" width="500" height="321" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Die Dame bei der Toilette ist Diana von Poitiers (1499-1566), Mätresse Heinrichs des II. (1519-1559). Trotz des Altersunterschieds von 19 Jahren, war sie ab ca. 1538 (da war sie 40 Jahre alt) Heinrichs Geliebte. Kümmerte sich aber auch gleichzeitig um dessen Familien- und Liebesleben mit Katharina von Medici und half dieser 1544 bei der Geburt des ersten Sohnes (Franz).</p>
<p style="text-align: justify;">Doch das eigentlich Interessante an diesem Bild aus der Schule von Fontainebleau (<em>eine Künstlergruppe, die ab dem 16. Jh. bis zum Anfang des 17. Jh. eine besondere Form des Manierismus prägten.</em>) ist der Titel im Zusammenhang mit dem Ort und den abgebildeten Gegenständen. DAME BEI DER TOILETTE klingt irgendwie komisch, wenn man die ganze Umgebung der Dame näher betrachtet. Kein Waschbecken, kein Wasser, keine Seife &#8211; überhaupt nichts, was an ein Bad erinnern könnte. Da hilft es auch nicht, daß man zuerst denkt, die Dame wäre nackt &#8211; was in einem Bad/ beim baden eigentlich zu erwarten wäre. Auf den zweiten Blick erkennt man nämlich erst die mehr oder weniger durchsichtigen Kleider. Nacktheit als Illusion. Bis auf den Spiegel und einen fast unscheinbar am unteren Bildrand positionierten Kamm deutet nichts auf ein Bad, so wie wir es kennen, hin. Dafür jede Menge Schmuck und Bequemlichkeiten, die mehr an ein Schlafzimmer, als an ein Bad denken lassen. Das vollständige Fehlen von Wasser und Seife ist bemerkenswert &#8211; aus heutiger Sicht.</p>
<p style="text-align: justify;">Was war geschehen? Was hatte dem fröhlichen Treiben in den mittelalterlichen Badehäusern Einhalt geboten? Warum galten Wasser und Seife plötzlich als schädlich und krankheitserregend? Aus welchem Grund beschränkte sich die Toilette auf Schwämme, mit denen der Körper nur abgerieben wurde, massenhaft Puder und Parfum in allen erdenklichen Formen (parfumierte Tücher, Handschuhe, parfumierte Öle/ Fette/ Wachse und kleine Duftspender, die wie Schmuck getragen werden konnten), kleine Pflaster, mit denen häßliche Hautunreinheiten abgedeckt wurden und massenhaft Rouge. Pflaster im Gesicht, was für eine Mode. Einfach nur entsetzlich, und nun versuchen sie sich einmal eine große Stadt um das Jahr 1560 herum vorzustellen. Keine Müllentsorgung, keine Kanalisation, kein Wissen über Keime und deren Verbreitungswege, dreckiges Wasser und wohl kaum ein Haus, dessen Bewohner die Wohn- und Schlafräume nicht mit unzähligen Tieren teilen mußten. Sicher, wohlhabende Leute schliefen nicht mit den Schweinen in einem Raum, aber um diese Tiere geht es auch nicht &#8211; Ratten waren überall und Konstantinopel war ihr Königreich. Und denken sie nicht, das wäre für damalige Zeit ein unerreichbarer Ort gewesen, weit weg von den großen Städten in Frankreich und der dt. Kleinstaaterei. Schon damals waren die Handelswege gut ausgebaut und kaum ein großer Markt, auf dem nicht Händler aus fernen Gegenden ihre Waren anboten. Nach der großen Epedemie von 1347 (dem Schwarzen Tod) kam es immer wieder zu lokalen, sehr heftigen Ausbrüchen und tun konnte man herzlich wenig. Offene Feuer und Rauch zur Reinigung der Luft, die Kranken besprühte man mit Essig, manchmal schnitt man die schmerzenden Beulen auf, damit Blut und Eiter ablaufen konnten, Häuser von Pestkranken wurden vielleicht isoliert gereinigt/ ausgeräuchert und mancherorts gab es Quarantäne. Dem Grund des Übels kam man nicht auf die Spur.</p>
<p style="text-align: justify;"><a rel="attachment wp-att-3853" href="http://www.schoeneseife.de/2012/03/16/toilette-machen-ohne-wasser-und-seife-die-angst-vor-dem-eindringendem-wasser-das-blog-fur-schone-seife-auf-den-spuren-von-diana-von-poitiers-puder-parfum-und-pest/die-pest-in-ashod_blog/"><img class="aligncenter size-full wp-image-3853" title="Die Pest in Ashod_blog" src="http://www.schoeneseife.de/wp-content/uploads/2012/03/Die-Pest-in-Ashod_blog.jpg" alt="" width="500" height="338" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Kennen sie Ambroise Paré? Paré (1510-1590, franz. Arzt/ Chirurg) war Arzt und sprach als einer der ersten Mediziner überhaupt von einem Zusammenhang zwischen dem massenhaften Auftreten der Rattenpopulation und der Krankheit &#8211; Pest. Auf die sonst so lichtscheuen Ratten folgte der Ausbruch der Krankheit. Allein Gehör fand er nicht, wie schon andere Ärzte vor ihm.</p>
<p style="text-align: justify;"><a rel="attachment wp-att-3875" href="http://www.schoeneseife.de/2012/03/16/toilette-machen-ohne-wasser-und-seife-die-angst-vor-dem-eindringendem-wasser-das-blog-fur-schone-seife-auf-den-spuren-von-diana-von-poitiers-puder-parfum-und-pest/pestmaske/"><img class="aligncenter size-full wp-image-3875" title="Pestmaske" src="http://www.schoeneseife.de/wp-content/uploads/2012/03/Pestmaske.jpg" alt="" width="500" height="331" /></a>Und genau zu dieser Zeit verschwanden nach und nach die öffentlichen Badehäuser fast vollständig aus den Städten, was mehrere Ursachen hatte. Zum einen war Brennholz für den Dampfbetrieb inzwischen vielerorts ein rares Gut geworden und zum anderen wandelten sich die moralischen Prinzipen des Bürgertums. Das frivole, nackte Beisammeinsein von Männlein und Weiblein, zudem Ausdruck eines ungezwungenen Geselligkeitsgefühls, war einer zunehmenden Prüderie gewichen. Was vor dem Hintergrund mangelnder Hygiene in den Städten (und natürlich auch den Dörfern) eine fatale Entwicklung gewesen sein mag. Daß die Badehäuser &#8211; Zentren für Geselligkeit, Sauberkeit und Gesundheit (der Bader hatte einige medizinische Aufgaben zu erfüllen) &#8211; schließen mußten/ geschlossen wurden, ist jedoch nur die eine Seite dieser Geschichte, in deren Verlauf sich in den gesellschaftlichen Oberschichten ein starkes Bedürfnis nach Distanz entwickelte. Vermutete man doch in zwischenmenschlichen Beziehungen und Kontakten den Quell aller Epedemien und Ansteckungen. Sauberkeit konnte nun auch durch den Verzicht auf Nähe und Gesellschaft hergestellt werden. Zumal neben der Pest auch die Syphilis in weiten Teilen Europas grassierte und hierbei dürften die Bade- und Schwitzhäuser durchaus eine Rolle gespielt haben. Toilette machen bedeutete, die Kleider zu wechseln &#8211; diese häufiger zu reinigen -, sich trocken zu reiben und wer es sich leisten konnte, wechselte so oft es ging die Unterwäsche. Saubere, weiße Unterwäsche &#8211; als Symbol für Reinlichkeit &#8211; wurde, mit Spitzen und anderen Verzierungen zum modischen Detail der Kleidung und deshalb schaute sie schon bald an den Handgelenken und unterhalb der Knie hervor. Weiße, sichtbare Spitze, zur Schau gestellte Unterwäsche, als Beweis für persönliche Hygiene, die ohne Wasser und Seife hergestellt werden konnte. Was natürlich nicht heißt, daß man nicht in freier Natur ins Wasser gegangen wäre. Doch selbst bei den weniger begüterten Teilen der Bevölkerung dürfte das Bad mehr der Reinigung der Kleider gegolten haben. Für die Oberschichten läßt sich mit Bestimmtheit sagen, daß der Gebrauch von Wasser für die persönliche Körperpflege teilweise fast vollständig durch kosmetische Mittel und häufig gewechselte Wäsche abgelößt wurde.</p>
<p style="text-align: justify;">Wer Zugang zu Medizin und Bildung hatte, wer informiert war und fachkundige Anleitung erfuhr, der bekam zu hören, daß Flüssigkeiten in den Körper eindringen können &#8211; natürlich besser bei Wärme/ Hitze und unter Druck. Der warme, schwitzende Körper wurde als anfällig angesehen und schon hatte man ein gutes Argument, jede körperliche Anstrengung zu vermeiden. Die sich öffnenden Poren würden ja nicht nur den Schweiß heraus, sondern auch andere Flüssigkeiten hineinlassen, was natürlich als absolut gefährlich angesehen wurde. Eindringende Wasser als Risiko für das körperliche Gleichgewicht und damit verbunden die Angst, daß Krankheiten zusammen mit dem Wasser durch die geweiteten Poren der Haut eingeschleppt werden könnten. Völlig irrational erscheint in diesem Zusammenhang der Einbau privater Bäder, Schwitzräume, Wasserspiele und Wannen. Räume, welche die Nutzung des Wasser ermöglicht hätten, deren Funktion jedoch eher die von Kunstobjekten erfüllte. Rauschendes, plätscherndes Wasser als Teil der Architektur, während man für die Körperpflege teilweise gänzlich darauf verzichtete. Rückblickend muß festgestellt werden, daß es durchaus von Vorteil gewesen sein mag, wenn man sich keinen Arzt leisten konnte.</p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">Einen weiterführenden Text zum Thema finden interessierte LeserInnen auch hier: <a href="http://www.schoeneseife.de/2010/09/12/vergnugliches-baden-im-mittelalter-texte-zur-kulturgeschichte-der-korperpflege/">Vergnügliches Baden im Mittelalter Teil I</a>.</p>
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		<title>Aphrodite die Schöne, verführt das Seifenblog schoeneseife.de zu einem mythologischen Bad.</title>
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		<pubDate>Sun, 11 Mar 2012 17:07:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>erik</dc:creator>
				<category><![CDATA[KULTURWISSENSCHAFT]]></category>
		<category><![CDATA[LITERATUR]]></category>
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		<description><![CDATA[Ob nun schön, liebreizend, hübsch, wunderbar, prächtig, anmutig oder erhaben, die Adjektive, die uns zur Beschreibung des Schönen zur Verfügung stehen sind vielfältig und weisen dennoch alle in die gleiche Richtung. Auf eine Sache unseres Begehrens, ganz gleich welcher Beschaffenheit &#8230; <a href="http://www.schoeneseife.de/2012/03/11/aphrodite-die-schone-verfuhrt-das-seifenblog-schoeneseife-de-zu-einem-mythologischen-bad/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Ob  nun schön, liebreizend, hübsch, wunderbar, prächtig, anmutig oder    erhaben, die Adjektive, die uns zur Beschreibung des Schönen zur    Verfügung stehen sind vielfältig und weisen dennoch alle in die gleiche    Richtung. Auf eine Sache unseres Begehrens, ganz gleich welcher    Beschaffenheit diese bestimmte Sache auch sein mag.</p>
<blockquote><p>Das Richtige ist das Schönste,</p></blockquote>
<p style="text-align: justify;">antwortet das Orakel von Delphi auf die Frage, an welchen Kriterien sich Schönheit messen ließe und bei Euripides heißt es: &#8220;<em>Schön ist, was Freude bringt</em>.&#8221; <em>Die siegreiche Faust in den Nacken des Feindes drücken zu können ist ein Glücksgefühl, welches höher als die Weißheit zu bewerten ist &#8211; ein Geschenk der Götter &#8211; Das bringt Freude, das ist schön</em>. Stärke, Erhabenheit, Harmonie in den Proportionen und Zahlen, in der Musik. Kaum ein Ort, ein Gebiet, wo wir nicht nach Schönheit streben, diese bewundern, zu erreichen suchen. Das Schöne begegnet uns überall und manchmal erscheint es in Gestalt einer schönen Frau.</p>
<p style="text-align: justify;"><a rel="attachment wp-att-3646" href="http://www.schoeneseife.de/2012/03/11/aphrodite-die-schone-verfuhrt-das-seifenblog-schoeneseife-de-zu-einem-mythologischen-bad/venus_by_ricardo-andre-frantz_wikipedia/"><img class="aligncenter size-full wp-image-3646" title="Venus_by_Ricardo André Frantz_Wikipedia" src="http://www.schoeneseife.de/wp-content/uploads/2012/03/Venus_by_Ricardo-André-Frantz_Wikipedia.jpg" alt="" width="500" height="353" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Aphrodite, die Schaumgeborene. Leider kein Seifenschaum. Aber das war ja auch nicht zu erwarten. Doch ihre Verbindung zu Wasser und Schaum, ihrer fast durch die gesamte Kunst- und Kulturgeschichte hinweg dargestellten Nacktheit &#8211; Symbol für die erotische Anziehungskraft &#8211; und die ihr zugesprochenen Liebeskräfte, machten die Göttin zur idealen Werbeträgerin in Sachen Bad und baden. Ihr Badezimmer ist bis heute eine der Touristenattraktionen auf Zypern und jede Frau, die einmal um den Felsen schwimmt,  steigt jung und hübsch aus dem Wasser (Na wenn das mal kein Werbeversprechen ist). Sollte es nicht gewirkt haben, könnte es nur daran liegen, daß vielleicht kein Ambrosia zur Hand war. Aphrodite nämlich war mit Ambrosia (der Götter unsterblich machenden Speise und Salbe zugleich/ griech. f. Unsterblichkeit/ Speise der Götter) gesalbt und wenn sie ging, duftete die ganze Insel. Und als sie bei OVID ihren Heldensohn Äneas mit Ambrosia und Nectar berührt, wird dieser unsterblich/ gottgleich und gründet, angekommen in Rom, das Geschlecht der Julier, aus dem Cäsar und Augustus hervorgingen.</p>
<p style="text-align: justify;"><a rel="attachment wp-att-3447" href="http://www.schoeneseife.de/2012/03/09/aphrodite-von-venus-und-amor-die-schone-verfuhrt-das-seifenblog-schoeneseife-de-zu-einem-mythologischen-bad/aphrodite_bottichelli/"><img class="aligncenter size-full wp-image-3447" title="Aphrodite_Bottichelli" src="http://www.schoeneseife.de/wp-content/uploads/2012/03/Aphrodite_Bottichelli.jpg" alt="" width="500" height="321" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Und wer nun auf Aphrodites Spuren wandelt möchte,   für den kann es lohnend sein, weit in der Geschichte zurückzugehen.  Zurück zu den Ursprüngen mythologischer Zeitrechnung, zu den ganz frühen  Göttern Gaia (Erde) und Uranos (Himmel), aus deren Verbindung eine ganz  erstaunliche Nachkommenschaft hervorging. Da kamen die Titanen  (Okeanos, Tethys, Hyperion, Rhea und Kronos), drei Zyklopen ( riesige  Einäugige, die auf die Namen Arges, Brontes und Steropes hörten), und  die Hekatoncheiren (die Hundertarmigen, <span style="font-family: Arial,Helvetica;"><span style="color: #006600;"><span>Kottos, Briareos, Gyes</span></span></span>) zur Welt und weil dem Vater die  eigene Brut nicht ganz geheuer war – schließlich handelte es sich um  Ungeheuer – sperrte er Teile seiner Nachkommenschaft (Zyklopen und  Hekatoncheiren) gleich wieder im Schoß der Mutter ein (die Vorstellung,  zurück in Mutters Schoß ist nicht neu), was diese natürlich nicht  freute. Schließlich hat man die Kinderchen doch zur Welt gebracht, damit  diese sich auf der Welt tummeln. Die eingesperrten Kinder waren ein  Zustand, der unbedingt geändert werden mußte, weshalb Mutter Gaia und  Sohn Kronos (der jüngste und klügste der Titanen) einen Plan ersannen,  den Vater zu entmannen. Zuerst jedoch wurde der eingesperrte Nachwuchs  von der Leine gelassen, (aus welchem Grund bleibt leider unklar), dann  fertigte Gaia, handwerklich durchaus geschickt, eine Steinsichel an und  genau in dem Moment, als sich Uranos wieder zu seiner Frau legte,  schnitt ihm sein Jüngster von hinten mit der Steinsichel … na sie wissen  schon. Ob der Vater die Sache überlebte verliert sich im Blutrausch  der Geschichte und Kronos, seinerseits nun unheimlich mächtig/ oder  machthungrig, sperrte als erstes die monströsen Geschwister wieder weg –  diesmal aber in den Tartarus (götterähnliches Wesen/ später eine Art  Hölle, wohin einige Generationen danach die Titanen selber folgen  sollten, nachdem sie von den olympischen Göttern besiegt worden waren).  Anschließend tat er, was Helden so tun. Er nahm sich eine Frau (Rhea)  und zeugte fleißig Kinder. Allerdings hatte er große Angst vor diesen –  weil er befürchtete, sie könnten mit ihm ganz ähnlich verfahren, wie er  es mit seinem Vater getan hatte – und da ging er lieber auf nummer  sicher und verschlang seinen Nachwuchs immer gleich nach dessen Geburt.  Eine dumme Angewohnheit, die wohl kaum einer Mutter gefallen dürfte. Was  macht es denn für einen Eindruck, wenn Papa die Kinder verputzt (Die  Zeit frißt ihre Kinder. Kronos/ Chronos)? Eines schönen Tage platzte  Rhea der Kragen und weil sie ihren neusten Sohn nicht auch schon wieder an ihren kinderfressenden Gatten verlieren wollte, schlug sie einen großen Stein in Windeln ein, übergab das Paket ihrer Schwiegermutter (Gaia), welche es umgehend an den gefräßigen Sohn weiterreichte.  In diesem Punkte halten Frauen zum Glück zusammen. Die eine war endlich Mutter, die andere Oma und Kronos hatte einen Stein verschluckt, der ihm noch schwer im Magen liegen sollte.  Schließlich handelte es sich bei dem Knaben um Zeus, der schon  bald den Aufstand probte.</p>
<p style="text-align: justify;"><a rel="attachment wp-att-3590" href="http://www.schoeneseife.de/2012/03/11/aphrodite-die-schone-verfuhrt-das-seifenblog-schoeneseife-de-zu-einem-mythologischen-bad/angelo_bronzino_blog/"><img class="aligncenter size-full wp-image-3590" title="Angelo_Bronzino_Blog" src="http://www.schoeneseife.de/wp-content/uploads/2012/03/Angelo_Bronzino_Blog.jpg" alt="" width="500" height="327" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Der andere Teil der Geschichte führt nun  aber geradewegs zu Aphrodite. Uranos` Genitalien, selbst im abgetrennten  Zustand noch voll zeugungsfähig, befruchteten das Meer mit Samen und Blut,  als sie im  Wasser eintauchten – Kronos hatte sie einfach nur weggeworfen. Wie lange es dauerte, bis Aphrodite sich entwickelt hatte und im Wasser gleich noch laufen gelernt hatte wird nicht überliefert. Doch die junge Dame entstieg bei Zypern der Wellen Schaumkronen – die Schaumgeborene &#8211; und ging an Land. Da  war sie, die Schutzgöttin der Liebe (die Römer nennen sie Venus), das Symbold  für die Schönheit schlechthin und sie machte Zypern zu ihrer heiligen Insel.</p>
<p><span style="font-family: Symbol;"><span style="color: #000066;"><span> </span></span></span></p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #000000;">Aber sobald er das Glied vom Himmel getrennt mit dem Eisen und es vom Lande geworfen hinab in die tosende Salzflut, </span><span style="font-family: Symbol;"> </span><span style="color: #000000;">trieb eine lange Zeit es dahin durch die See; rings erhob sich weißer Schaum aus unsterblichem Fleisch; es wuchs eine Jungfrau</span><span style="color: #000000;"> in ihm empor, sie nahte der heiligen Insel Kythera erst, doch gelangte sie dann zum ringsumflossenen Zypern,</span><span style="color: #000000;"> stieg dort schamhaft-schön als Göttin an Land, und die Wiese</span><span style="color: #000000;"> grünte unter den zierlichen Füßen ihr auf. Aphrodite (<em>Hesiod</em><em>, </em>Theogonia<em><em> </em></em></span><em> </em>156-210<em>)</em></p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #000000;"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #000000;">Homer dagegen spricht von einer <em>schamhaft und gold bekränzten Aphrodite, der ganz Zypern zu eigen war &#8211; der verschleierten Braut. Die Insel, wo der Westwinde feuchte Gewalt sie (Aphrodite) durch die wogende, rauschende See trug &#8211; eingehüllt in durftigen Schaum und ambrosische Kleider</em>.<em> </em></span><span style="font-family: Symbol;"><span style="color: #ffcccc;"><span> </span></span></span></p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-family: Arial,Helvetica;"><span style="color: #c4dfd7;"><span> </span></span></span><span style="font-family: Arial,Helvetica;"><span style="color: #c4dfd7;"><span> </span></span></span><span style="font-family: Arial,Helvetica;"><span style="color: #c4dfd7;"><span> </span></span></span><span style="font-family: Arial,Helvetica;"><span style="color: #c4dfd7;"> </span></span><span style="font-family: Arial,Helvetica;"><span style="color: #aec6c1;"> </span></span></p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">In ihrer ursprünglichen Form &#8211; und Aphrodite zählt zu den ältesten Göttern &#8211; galt sie als Fruchtbarkeitsgöttin, weil sie Götter und Menschen mit dem Zauber der Liebe zu verführen mochte und natürlich war sie die schönste unter allen anderen Göttinnen. Das hatte ein Sterblicher Held &#8211; Paris &#8211; so festgelegt. Wie und warum? Ganz einfach. Zur Hochzeit des Peleus und der Nymphe Thetis waren alle Götter eingeladen. Alle, bis auf eine. Eris, die Göttin des Streits hatte man lieber nicht bei der Hochzeit dabeihaben wollen. Klingt logisch. Aber Eris wäre nicht die Göttin des Streits, wenn sie es dabei belassen hätte. Sie nahm einen goldenen Apfel, schrieb darauf DER SCHÖNSTEN und warf diesen goldenen Apel zwischen die Hochzeitsgäste (den Zankapfel). Wie sie sich denken können, war die Feier im Eimer, weil sich unsere drei Grazien sofort heftig stritten und Gottvater Zeus klug genug war, die Sache zu deligieren (von wegen, Männer könnten nicht delegieren. Sie tun eigentlich nichts anderes). Sollte sich doch ein anderer die Zunge verbrennen, er würde nicht den Schiedsrichter spielen. Der Schönste unter den Sterblichen (der trojanische Königssohn Paris) war schnell dazu auserkoren, das Urteil zu fällen. Aber was will man schon tun als Mann, wenn man Vaters Rinderherde hütet und plötzlich drei schöne Damen  (Hera, Athene und Aphrodite), drei Göttinnen aufkreuzen, um einen Schönheitswettbewerb abzuhalten? Und die dabei den Mund mit allerlei Versprechungen ziemlich voll nehmen.</p>
<div style="text-align: justify;">
<p><a rel="attachment wp-att-3627" href="http://www.schoeneseife.de/2012/03/11/aphrodite-die-schone-verfuhrt-das-seifenblog-schoeneseife-de-zu-einem-mythologischen-bad/girolamo-di-benvenuto-di-giovanni-del-guasta_1470-1524/"><img class="aligncenter size-full wp-image-3627" title="Girolamo di Benvenuto di Giovanni del Guasta_1470-1524" src="http://www.schoeneseife.de/wp-content/uploads/2012/03/Girolamo-di-Benvenuto-di-Giovanni-del-Guasta_1470-1524.jpg" alt="" width="500" height="400" /></a></p>
<p>Hera versprach ihm die Herrschaft über ein großes Reich, Athene meinte, er würde fortan jeden Kampf als Sieger beenden, (natürlich nur) wenn er sie auserwählen würde, doch Aphrodite versprach ihm &#8211; fast schon als Ersatz für sie selbst &#8211; die Schönste unter den Sterblichen. Helena, die junge, wunderschöne Frau des König Menelaos von Sparta. Dumm nur, daß die schon verheiratet war &#8211; das sollte noch Ärger geben. Jedenfalls zeigt die Abbildung von Girolamo di Benvenuto (1470 &#8211; 1524/ hängt im Louvre), wie die Reizvvermittlung der drei Damen bei dem jungen Mann gewirkt haben muß. Was können schon Reichtum und Macht gegen Brüste und Schenkel ausrichten. Die Schönheit der Erotik, vorzugsweise die weiblicher Körper, wurde seit der Spätrenaissance zum beliebten Stilmittel der Malerei. Der Wechsel vom Reichtum der schön macht, zur erotischen Anziehungskraft hin &#8211; Aphrodite erscheint nackt und sinnlich und sie verspricht körperlichen Genuß &#8211; ist ein interessantes Detail in diesem Zusammenhang und charkteristisch für die helenistische Epoche.</p>
<blockquote><p>Sie ist das erste Schöne, was sich aus Streit und Empörung der ersten Wesen gegeneinander entwickelt und gebildet hat. In ihr bildet sich die himmlische Zeugungskraft zu dem vollkommenen Schönen, das alle Wesen beherrscht und welchem von Göttern wie Menschen gehuldigt wird. (<em>Gustav Schwab</em>)</p></blockquote>
<p><strong>Aphrodite. Ihre Männer, ihre Liebe, ihre Kinder</strong>. Verheiratet mit Hephaistos, dem Gott des Feuers und der Schmiedekunst, den sie lange und erfolgreich mit Ares (Kriegsgott) betrog. Aus dieser Liebschaft stammen die Kinder Eros, Harmonia, Phobos, Deimos und Anteros. Mit Anchises zeugte sie Äneas, mit Dionysos den Priapos (das ist der mit dem gewaltigen Glied) und mit Hermes den Hermaphroditos. Und sie liebte Adonis, der jedoch vom eifersüchtigen Ares (in Gestalt eines Ebers) getötet wurde.</p>
<p>Eigentlich eine schöne Geschichte und weil wir heute Schönheit auch mit den Ritualen der Körperpflege gleichsetzen und Aphrodite noch immer als Vorbild gilt, nahmen wir ein gemeinsames, mythologisches, schönes Bad &#8211; hier im Blog für schöne Seife.</p>
<p><strong>Literatur</strong>: Da ich für solche Einfälle lediglich die Erinnerung an meine Studienzeit und die Vorlesungen bei Frau Prof. R. Reschke (HU-Berlin/ Ästhetik) nutze, kann ich nur wenige direkte Quellen für diesen Text nennen. Außer die zitierten Homer, Hesiod und Ovid. Aber empfehlenswert sind, Gerold Dommermuth-Gudrich, &#8220;<em>Mythen &#8211; Die bekanntesten Mythen der griechischen Antike</em>&#8220;, beim Gerstenberg Verlag (das Buch macht Spaß!), auf jeden Fall natürlich Gustav Schwab &#8220;Die schönsten Sagen des klassischen Altertums&#8221; und Umberto Eco`s &#8220;<em>Die Geschichte der Schönheit</em>&#8221; ist ein unglaublich kluges Buch.</p>
<p style="text-align: justify;">
</div>
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		<title>Das Blog für schöne Seifen geht baden, nur ohne Entchen macht es keinen Spaß. Der Deutschen liebster Freund im Bad ist und bleibt das Quitsche-Entchen.</title>
		<link>http://www.schoeneseife.de/2012/03/07/ohne-entchen-geht-es-nicht-des-deutschen-liebster-freund-im-bad-ist-und-bleibt-das-quitsche-entchen/</link>
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		<pubDate>Wed, 07 Mar 2012 13:45:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>erik</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wer kennt ihn nicht, Vicco von Bühlows (1923 &#8211; 22. 8. 2011, alias Loriot) berühmten Satz, &#8220;die Ente bleibt draußen&#8220;, aus der Geschichte Zwei Herren im Bad. Das Loriot hierzulande zum kollektiven Gedächtnis gehört, kann man ohne jede Übertreibung behaupten &#8230; <a href="http://www.schoeneseife.de/2012/03/07/ohne-entchen-geht-es-nicht-des-deutschen-liebster-freund-im-bad-ist-und-bleibt-das-quitsche-entchen/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Wer kennt ihn nicht, Vicco von Bühlows (1923 &#8211; 22. 8. 2011, alias Loriot) berühmten Satz, &#8220;<em>die Ente bleibt draußen</em>&#8220;, aus der Geschichte <em>Zwei Herren im Bad</em>. Das Loriot hierzulande zum kollektiven Gedächtnis gehört, kann man ohne jede Übertreibung behaupten und kaum ein Erwachsener, welcher bei den bisweilen abenteuerlichen Studienwünschen der Kinder nicht denkt, &#8220;<em>da hab´ ich was Eigenes, da hab´ ich mein Jodeldiplom&#8221;</em>. Und an dieser Stelle verspüre ich durchaus etwas Lust, hier im Blog einen kleinen Nachruf auf Vicco von Bühlow zu schreiben. Warum eigentlich nicht? Schließlich bin ich mit vielen Dingen so schrecklich spät dran und unsagbar langsam, daß ich damit fast schon wieder modern sein könnte. Aber im Grunde genommen geht es nicht um Loriot selber, sondern um das gelbe, quitschende Stückchen Plastik, welches irgendwie in direkter Verbindung zu ihm steht: &#8220;<em>ich bade immer mit dieser Ente</em>&#8220;.</p>
<p style="text-align: justify;"><a rel="attachment wp-att-3411" href="http://www.schoeneseife.de/2012/03/07/ohne-entchen-geht-es-nicht-des-deutschen-liebster-freund-im-bad-ist-und-bleibt-das-quitsche-entchen/entchen-von-vorn-2/"><img class="aligncenter size-full wp-image-3411" title="Entchen von vorn" src="http://www.schoeneseife.de/wp-content/uploads/2012/03/Entchen-von-vorn1.jpg" alt="" width="500" height="335" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Fast möchte ich &#8220;<em>nicht mit mir rufen</em>&#8220;, doch genau in diesem Moment wird mir die Unmöglichkeit einer Entchenbetrachtung ohne Loriot bewußt. &#8220;<em>Sie lassen jetzt sofort die Ente zu Wasser</em>.&#8221; Also gut, von mir aus. Schließlich gehört eine kleine, gelbe, quitschende Ente ins Bad, das weiß jedes Kind, und bei einigen Zeitgenossen wurde daraus eine Leidenschaft &#8211; eine Sammlung aus Leidenschaft. Entchen in allen Größen und Farben, verkleidet in Uniform und Arztkittel, als Maurer, Polizist, Schiedsrichter, Krankenschwester, Weihnachtsmann und natürlich auch als Kellnerin. Die Entchen stellen die logische Verbindung zum Alltäglichen her und verhohnepiepeln damit ihre Besitzer. Zum Glück nehmen die Deutschen sich nicht mehr so ernst und ein Entchen ist der Beweis für diese Theorie. Wer könnte da schon was dagegen sagen, wo doch selbst Loriot &#8230; ? Kein Wunder, daß es auch Politikerentchen gibt und mit Blick auf Wowereit und Merkel ist man fast geneigt zu sagen, nun haltet doch mal den Schnabel. Vielleicht als Ausdruck mangelnder Obrigkeitshörigkeit? So ist`s schon schön und gesamtdeutsch außerdem. Loriot einte mit seinem grenzübergreifenden Humor (Ödipussi startete 1988 in Ostberlin einige Stunden früher als im Westteil der Stadt) und dem Gespür für jene so charakteristischen Mentalitäten, über die zu lachen wir erst lernen mußten. Selbstironie, fast ein Fremdwort im Deutschland der 50er Jahre &#8211; satt, selbstzufrieden und zielgerichtet -, mußten wir erst lernen, im Laufe einer langen Behandlung. Nehmen wir mal ruhig Platz auf der grünen Couch des Herrn von Bühlow. Alle, die so praktisch und wertorientiert sind, die Baumärkte lieben und denen das Wort Bestädigkeit ein Gefühl von Heimat gibt &#8211; niemals daran zweifeln war die trügerische Devise einer ganzen Generation -, und die vorgeben, nur die notwendigsten Dinge für das Leben zu benötigen,  mögen sich bitte einfach nur vorstellen, wie es wäre, wenn all die Dinge verschwänden, die ein jeder von uns für verzichtbar hält. Keinen Kitsch, keinen Schnickschnack, schnörkel- und kompromisslos, hart aber fair, zu anderen und sich selber. Wir kaufen nichts, was keinen Nutzen hat und <em>ich sehe hier nur lauter Dinge, die man nicht zum Leben braucht</em>, steht uns groß auf der Stirn geschrieben wenn wir ein Geschäft betreten. Was brauchen wir denn schon zum Leben und <em>wir lassen uns doch von einem kaputten Fernseher nicht vorschreiben, wann wir ins Bett zu gehen haben</em>. Ein kleines gelbes Quitscheentchen gilt als Hinweis für alle Gäste die unser Bad betreten und als Spiegel für uns selbst: Seht her, so ernst nehme ich das Leben nicht. So wird das Unnütze nützlich, wenn es nur niedlich genug ist. Das Entchen als Symbol und dabei nicht mal kitschig &#8211; keine Material- und Inhaltslügen (sichere Kriterien zur Bestimmung von Kitsch) &#8211; das Entchen ist was es ist. Teil dieser Geschichte, die uns an all diese Dinge erinnert. Mein Gott sind wir heut wieder witzig.</p>
<p style="text-align: justify;"><a rel="attachment wp-att-3416" href="http://www.schoeneseife.de/2012/03/07/ohne-entchen-geht-es-nicht-des-deutschen-liebster-freund-im-bad-ist-und-bleibt-das-quitsche-entchen/entchen-blick-nach-rechts_2/"><img class="aligncenter size-full wp-image-3416" title="Entchen Blick nach rechts_2" src="http://www.schoeneseife.de/wp-content/uploads/2012/03/Entchen-Blick-nach-rechts_2.jpg" alt="" width="500" height="334" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Ernie und Bert, die Sesamstraße, vergnügliche dreißig Minuten vor der Glotze und keine elterlichen Sorgen über das Niveau. Wirklich keine? Als die Sesame Street am 10. November 1969 im US-Fernsehen startet, war man in Deutschland von derartigen Inhalten Lichtjahre entfernt &#8211; Oscar the Grouch wohnt gar in einer Mülltonne im Hof. Was für ein Unding. 1971 wurden dann einige Original-US-Folgen im dritten des NDR ausgestrahlt (1973 beim WDR und HR), bevor es 1973 dann mit synchronisierten Folgen in Deutschland losging. Natürlich nicht ohne Politik und Emotionen. In Bayern hatte man andere Vorstellungen von Erziehungspolitik und nur 3 Jahre und ca. 250 Folgen später, hatten sich diese auch bundesweit durchgesetzt. Wir wollten es schon immer ordentlicher, sauberer und lehrreicher haben. Was soll denn aus den Kindern werden, wenn das Sesamstraßen-Vorbild aus der Mülltonne guckt. Zu mehr Lehrern, Hortplätzen und Mittagessen für alle Kinder hat es bis heute nicht gereicht. Mir sind da Ernie und Bert irgendwie lieber &#8211; weil ehrlicher. Zumal Ernie, und das ist ja das Wichtige an dieser Geschichte hier, ein Quietscheentchen mit in die Wanne nimmt und so wunderbar dazu singt, wenn er mit seinem gelben Freund, seiner gelben Freundin badet. Wie eigentlich?</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">Quietsche-Entchen, nur mit Dir plantsche ich so gerne hier Quietsche-Entchen, ich hab Dich so furchtbar lieb.</p>
<p style="text-align: justify;">(&#8230;)</p>
<p style="text-align: justify;">Du willst? Dann los! Schön so? Krrchrchkrrrr Du, die Ohren müssen wir aber auch waschen &#8211; ach sooo richtig, Du hast ja gar keine Ohren, Entchen Krrchrchkrrrr Und was ist mit Deinem Bauch? Deinen Quietsche-Bauch müssen wir auch waschen! Du bist ja kitzelig!! Krrchrchkrrrrkrrchrchkrrrr</p>
<p style="text-align: justify;">(&#8230;)</p>
<p style="text-align: justify;">Jeden Tag wenn ich baden mag oder spritzen, seh ich auf meinem Lieblingsplatz meinen kleinen Schatz  sitzen(pitsche pitsche patsch pitsch) Quietsche-Entchen, Du bist mein, und gehörst nur mir allein Quietsche-Entchen, ich habe Dich lieb Quietsche-Entchen, ich hab Dich so fuuuuurchtbar liiiiiieeeeeeb, Krrchrchkrrrr</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Ernie als Vorbild für ungezügelte Badefreude, für Spiel und Spaß in der Wanne. Im Bad und unter der Dusche wird so manch gebremste Seele zum Operntenor und Ernie macht vor wie es geht. Einfach so, aus sich heraus und völlig ohne Grund. Ja, das geht und es ist auf jeden Fall komischer als jede Präsidiumssitzung eines Karnevalvereins &#8211; es ist sich nämlich selber genug und hier wird nicht aus Hohn und Spott gelacht, sondern aus Freude. Mit anderen zusammen lachen ist viel schwerer, als über einen anderen zu lachen. Letzteres hat bei uns Tradition (leider) und Ernie im Bad, zusammen mit seinem Quitsche-Entchen, erinnert uns genau daran &#8211; es geht auch anders. Vergessen sie das Entchen nicht!</p>
<p style="text-align: justify;"><a rel="attachment wp-att-3419" href="http://www.schoeneseife.de/2012/03/07/ohne-entchen-geht-es-nicht-des-deutschen-liebster-freund-im-bad-ist-und-bleibt-das-quitsche-entchen/entchen-im-profil_blick-nach-links_2/"><img class="aligncenter size-full wp-image-3419" title="Entchen im Profil_Blick nach links_2" src="http://www.schoeneseife.de/wp-content/uploads/2012/03/Entchen-im-Profil_Blick-nach-links_2.jpg" alt="" width="500" height="348" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Im Osten hatten wir auch unser Entchen und obwohl Loriot durchaus als gesamtdeutsch zu bezeichnen ist, gab es mit Schnatterinchen, ein kleines, gelbes, liebenswertes Ententier, was jeder DDR-Bürger kannte. Schnattchen, der Spitzname für so manche Frau und Freundin, war manchmal etwas nervig und hatte hin und wieder etwas zu viel Text &#8211; doch dafür gibt es bei Männern die Fähigkeit des selektiven Hörens und wer konnte bei so viel Liebreiz und Freundlichkeit schon nein sagen? Ohne Schnattchen ging es einfach nicht. Das gelbe, immer aufgeregte Entchen hatte 1959 seinen ersten Auftritt in der Sendung Meister Nadelöhr. Pitti kam 1962 dazu und seitdem waren die beiden ein unzertrennliches Paar. Aber auch hier ging es nicht ohne Verbote, Zensur und Politik. Pitti in seiner ersten, ursprünglichen Fom war nach nur zwei Auftritten wieder von der Bildfläche verschwunden. Zu wenig angepaßt, zu wenig lehrreich und den Kopf voller Dummheiten &#8211; kein gutes Vorbild für eine sozialistische Erziehung. Doch nach zahlreichen Protesten, war Pitti (äußerlich und textlich leicht verändert) zu Weihnachten 1962 wieder da. Nur anders als im Westen, wo eine hoch aufgeregte Elternschaft den Verlust aller Werte durch die Sesamstraße befürchtete, protestierten viele Eltern in der DDR für den kleinen Nichtsnutz und das gelbe Regulativ an seiner Seite. Mit Erfolg, was man nicht vergessen sollte.</p>
<p style="text-align: justify;"><a rel="attachment wp-att-3422" href="http://www.schoeneseife.de/2012/03/07/ohne-entchen-geht-es-nicht-des-deutschen-liebster-freund-im-bad-ist-und-bleibt-das-quitsche-entchen/entchen-von-hinten_2/"><img class="aligncenter size-full wp-image-3422" title="Entchen von hinten_2" src="http://www.schoeneseife.de/wp-content/uploads/2012/03/Entchen-von-hinten_2.jpg" alt="" width="500" height="336" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Und dann wären da noch die wissenschaftlichen Erkenntnisse, die uns so ein Entchen vermitteln kann. Ein Entchen? Nein. Zehntausende (mehr als 29.000 sollen es gewesen sein/<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Quietscheentchen"> WIKIPEDIA</a>) und noch viel mehr. Entchen über Entchen, als langes, gelbes Band, schwimmend, verloren im weiten, großen Ozean.</p>
<p style="text-align: justify;">1992 über Board gegangen, als ein Containerschiff einen Teil seiner Ladung verlor, und seitdem auf großer Reise rund um den Globus, was US-Amerikanische Forscher freute, weil sich Vorhersagen zu Meeresströmungen auf diese Weise leicht überprüfen lassen würden. Das Quitsche-Entchen im Dienste der Wissenschaft. Wer hätte das gedacht?</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">Der US-Ozeanograph Curtis Ebbesmeyer hat nach einem Anwendungsgebiet des  Ozeanströmungs-Computermodells OSCURS (Ocean Surface CURrent  Simulator), das gemeinsam mit dem NOAA-Forscher Jim Ingraham entwickelt  wurde, gesucht. Seit dem Zeitpunkt des Unfalles am 10. Januar 1992 sind  tausende der Entchen an den verschiedenen pazifischen Küsten  angeschwemmt worden. Mithilfe von OSCURS ist es Ebbesmeyer gelungen, den  Weg der kleinen Spielzeugtiere ziemlich genau vorherzusagen. Jedes Mal,  wenn ein Fund gemeldet wird, scheint sich das Modell des Forschers zu  bestätigen. In den vergangenen 15 Jahren sind die Spielzeugentchen in  Indonesien, Australien und in Südamerika angeschwemmt worden. Im Sommer  Ende Juli 2004 meldeten Dean Orbison und sein Sohn Tyler den Fund von  111 Plastiktieren in Sitka/Alaska. Nun soll die Reise der Plastiktiere  allerdings bald zu einem Ende kommen. Allerdings sagen die Forscher noch  eine Landung an den Stränden Großbritanniens voraus. (aus WELT ONLINE, vom 3. 7. 2007, <a href="http://www.welt.de/wissenschaft/article993150/29_000_Quietscheentchen_auf_grosser_Weltreise.html">Link zum Artikel</a>)</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">So steht die Nützlichkeit des Quitsche-Entchen zum Ende dieses Artikels hier wohl hoffentlich außer Frage. Wir wünschen viel Spaß in der Wanne.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Das Seifenblog www.schoeneseife.de im World Wide Web, vorgestellt von camelliacamellia aus Japan</title>
		<link>http://www.schoeneseife.de/2012/03/03/das-seifenblog-www-schoeneseife-de-im-world-wide-web-vorgestellt-von-camelliacamellia-aus-japan/</link>
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		<pubDate>Sat, 03 Mar 2012 10:36:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>erik</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wir können den Text zwar  selber nicht lesen und müssen erst warten, bis es meine Tante Mitsuyo oder unser lieber Freund Daniel übersetzt, doch es ist immer wieder schön, wenn man sein eigenes Seifen-Blog im www, irgendwo, ganz weit weg, &#8230; <a href="http://www.schoeneseife.de/2012/03/03/das-seifenblog-www-schoeneseife-de-im-world-wide-web-vorgestellt-von-camelliacamellia-aus-japan/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="text-align: justify;"><a rel="attachment wp-att-3263" href="http://www.schoeneseife.de/2012/03/03/das-seifenblog-www-schoeneseife-de-im-world-wide-web-vorgestellt-von-camelliacamellia-aus-japan/schoeneseife_auf_camellia/"><img class="aligncenter size-full wp-image-3263" title="schoeneseife_auf_Camellia" src="http://www.schoeneseife.de/wp-content/uploads/2012/03/schoeneseife_auf_Camellia.jpg" alt="" width="500" height="315" /></a>Wir können den Text zwar  selber nicht lesen und müssen erst warten, bis es meine Tante Mitsuyo oder unser lieber Freund Daniel übersetzt, doch es ist immer wieder schön, wenn man sein eigenes Seifen-Blog im www, irgendwo, ganz weit weg, in der großen weiten Welt entdeckt.</div>
<div>1000＆1 Seife</div>
<div>
<p>ドイツ・ベルリンにある世界の石けんをお取扱いされているお店です。<br />
数年前に買ったお気に入りのベルリンの雑誌に小さな記事があって、<br />
それからわたしのなかで、いつかこのお店に置いてもらえることが憧れになりました。</p>
<p>そんなわたしの一方的な想いで送った石けんを、<br />
オーナーのエリックコルマンさんはあたたかく受け止めてくださり、<br />
ブログに掲載してくださいました。<br />
とても光栄で、深く深く感謝しています。<br />
本当にありがとうございます。</p>
<p>ドイツ語はできませんが便利な世の中になったので、<br />
翻訳機能をつかえば多少の意味はつたわりますが、<br />
どこぞのものから届いたかわからない、<br />
恐らく文章のニュアンスは間違っている、<br />
そんな一方的なものを読み砕いていただき、<br />
評価してくださったお心遣いに感激しました。<br />
石けんもキレイに写してくださって、ありがたいかぎりです。</p>
<p>ベルリンへ石けんを送るにあたり、泡立ち検証にご協力いただきました<br />
ベルリン在住の方々にも、心から感謝しています。<br />
本当にありがとうございました。</p>
<p>これからもつかい心地重視で、よりよいものをつくっていけたらいいなと思っています。</p>
<p>こうやって送ったからといって、何かが急激にかわるわけではないかもしれない。<br />
でも 自分のなかにひろがったどんなに小さな想いでも、自分ではじめの一歩を<br />
踏み出せたら、また違う明日がくるかもしれない。<br />
どんなに歳を重ねても、そんなドキドキを愉しみたい。</p>
<p>やらなかったことをいいわけするのも嫌だし、<br />
頭で考えただけの理屈で終わらせるのも、つまんない。<br />
自分でやってみて感じることがすべて、どんなに小さなことでも。<br />
でもこれってうまく言葉にできないから、<br />
正確に伝わらずにわかってもらえないところなんだろうな、とも思う。</p>
<p>身体のなかから、自分の気持ちをすっぽり取り出せて、<br />
ほらって見せられたらどんなにか楽なのに、とも思う。</p>
<p>Seife → ドイツ語で「石けん」</p>
</div>
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		</item>
		<item>
		<title>CSI ist überall. Eine mörderische Kriminalgeschichte und eine Leiche aus Seife (?). Teil 2 &#8211; Von Fettwachsbildung, Adipocire und &#8220;Leichenlipid&#8221;.</title>
		<link>http://www.schoeneseife.de/2012/02/29/csi-ist-uberall-eine-morderische-kriminalgeschichte-und-eine-leiche-aus-seife-teil-2-von-fettwachsbildung-adipocire-und-leichenlipid/</link>
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		<pubDate>Wed, 29 Feb 2012 22:57:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>erik</dc:creator>
				<category><![CDATA[UNTERHALTSAMES]]></category>
		<category><![CDATA[WISSENSWERTES AM RANDE]]></category>
		<category><![CDATA[Adipocire]]></category>
		<category><![CDATA[CSI]]></category>
		<category><![CDATA[Fettwachs]]></category>
		<category><![CDATA[Leichenlipid]]></category>
		<category><![CDATA[Seifenleiche]]></category>

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		<description><![CDATA[Teil 1, was bisher geschah. Nachdem unser mörderischer Freund Jacques sein Geständnis abgelegt hatte, schleifte man ihn nach draußen in den Gefängnishof, wo bereits der junge Polizist Jean mit letzten Formalitäten für die anstehende Hinrichtung beschäftigt war. Was für ein &#8230; <a href="http://www.schoeneseife.de/2012/02/29/csi-ist-uberall-eine-morderische-kriminalgeschichte-und-eine-leiche-aus-seife-teil-2-von-fettwachsbildung-adipocire-und-leichenlipid/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Teil 1,</strong> <a href="http://www.schoeneseife.de/2012/02/05/csi-ist-uberall-eine-morderische-kriminalgeschichte-und-eine-leiche-aus-seife-teil-1/">was bisher geschah</a>.</p>
<p style="text-align: justify;">Nachdem unser mörderischer Freund Jacques sein Geständnis abgelegt hatte, schleifte man ihn nach draußen in den Gefängnishof, wo bereits der junge Polizist Jean mit letzten Formalitäten für die anstehende Hinrichtung beschäftigt war. Was für ein guter Tag zum sterben, dachte Jacques so bei sich, er hatte ohnehin nichts Wichtiges vorgehabt und hier würde ganz bestimmt niemand um ihn weinen. Man legte ihm die Schlinge um den Hals, ein kurzer Ruck und schon taten die Füße, welche ihm der Folterknecht zertrümmert hatte, überhaupt nicht mehr weh. Für Jacques ist die Geschichte an dieser Stelle vorbei.</p>
<p style="text-align: justify;">Doch Jean, der junge, strebsame Polizist hatte es eilig. Schließlich wollte er den freien Nachmittag nutzen, um auf dem Friedhof der Obduktion dieser seltsamen Leichen beiwohnen zu können. Zumal der berühmte Arzt Doeringnou ihn persönlich mit einem kräftigen Schulterklopfer dazu eingeladen hatte. &#8220;<em>Nur Mut junger Mann, kommen sie bald wieder zurück</em>. <em>Hier gibt es viel zu lernen. So etwas  bekommt man nicht alle Tage zu Gesicht</em>&#8220;. Also sputete er sich und verzichtete sogar auf sein geliebtes Zitronenwasser, welches auf dem Markt angeboten wurde.</p>
<p style="text-align: justify;">Auf dem Friedhof zurück, mußte er sich erst durch eine neugierige Menschenmenge hindurchboxen und am Eingang zum Zelt darauf hinweisen, daß der berühmte Doktor ihn persönlich zurückbeordert hatte. Neidisch und mißmutig zogen die zur Bewachung des Eingangs abkommandierten Kollegen die Zeltplane zur Seite um ihn hineinzulassen. Wobei sich Jean im Moment seines Eintretens nicht mehr ganz sicher war, ob es an der frischen Luft nicht doch schöner wäre. Die Luft war stickig und heiß, so grauenhaft wie der ganze Anblick. Auf einem der Tische hatte man damit begonnen, zwei der Leichen aufzuschneiden und Doktor Doeringnou, die Knochensäge noch in der Hand haltend, dozierte mit kräftiger Stimme. &#8220;<em>Sehen sie meine Herren. Hier haben wir zwei ganz unterschiedliche Ausformungen von Fettwachsbildung. Ich hatte vor einiger Zeit schon einmal die Möglichkeit, eine ähnliche Leiche untersuchen zu können und möchte meine Erkenntnisse auf diesem Gebiet gern mit ihnen teilen. Inzwischen bin ich der Meinung, daß es sich bei diesem Phänomen nicht, wie ursprünglich von einigen Kollegen angenommen, um eine Art Verseifung handelt. Leichen aus Seife sind nur schwer vorstellbar, weil wir dafür viel zu wenig Glycerin vorgefunden haben. Die Aufspaltung in Glycerin und in Fettsäuren, eine Verseifung mit Kalzium und Magnesium, spielt meines Erachtens nach keine bedeutende Rolle. Da ist es schon besser, wenn wir von Fettwachsbildung sprechen. Wobei auch diese Theorie meiner überaus geschätzten Kollegen Fourcroy und Thouret so ihre Tücken hat. Doch bevor ich meine persönliche, bescheidene Meinung hierzu offenlege, möchte ich sie alle mit den Fakten vertraut machen.<br />
</em></p>
<p style="text-align: justify;">Doeringnou hielt kurz Inne und wischte sich den Schweiß von der Stirn. &#8220;<em>Nur gut, daß uns diese Toten nicht unter den Händen wegfaulen werden</em>.&#8221; Der Doktor schritt ans Kopfende des Tisches und setzte seinen Vortrag fort.</p>
<p style="text-align: justify;">&#8220;<em>Meine sehr verehrten Kollegen, wenn wir diese beiden toten Körper betrachten, dann fällt zuerst die unterschiedliche Ausbildung jener panzerartigen Schicht auf, aus der die Körper zu bestehen scheinen. Und wie sie sich noch erinnern können, war es uns sogar möglich, einige dieser Leichen in eine aufrechte, stehende Position zu bringen. Grund dafür ist der Zeitraum, den die Toten unter der Erde zubrachten. Dieser weiche, pastenartige Körper dort drüben z.B., lag vermutlich erst wenige Monate in der feuchten Erde, während dieser Tote bereits mehrere Jahre begraben war. Ich denke, daß es einige Monate dauern wird, bevor wir die Umwandlung beobachten können. Es fängt in den Schichten der Unterhaut an, geht dann tiefer bis in die Muskulatur und bei der Dicken hier, ist selbst das Innere der Knochen gänzlich umgewandelt.<br />
</em></p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;"><em>Wir haben es eindeutig mit einer Zunahme des Volumens zu tun. Bei der Analyse des bereits erwähnten Toten, konnte ich Palmitin- und Stearinsäuren nachweisen und ich kann zudem beweisen, daß sich die Fettwachsbildung ausschließlich im Inneren des toten Körpers abspielt. Wobei es die körpereigenen Lipidvorräte sind, welche umgewandelt werden. Durch Hydrolyse und Verflüssigung des Fettgewebes werden auch die Muskeln des Körpers aufgeweicht und weil wir es hier mit einer Hydrierung zu tun haben, kommt es zur Hydroxylierung und einer anschließenden Härtung des Fettes. Die für eine Verseifung notwendigen Ölsäuren konnten nicht nachgewiesen werden. </em></p>
<p style="text-align: justify;"><em>Ihnen ist sicher schon aufgefallen, daß es sich bei unseren Toten hier durchweg um recht wohlbeleibte Personen gehandelt haben muß? Wie mir scheint, kann die feuchte Erde mit den richtig mageren Zeitgenossen nichts anfangen. Interessant ist diese Frau da hinten. Wie sie sehen, haben wir es bei ihr mit einer fast vollständig verwesten Leiche zu tun. Nur unterhalb des Kinns erkennen wir einen festen, wachsartigen Wulst. Die Ärmste muß ein wahrhaft riesiges Doppelkinn mit sich herumgeschleppt haben. Bei einigen Leichen fanden wir noch Spuren von verflüssigtem Fett in den Talg- und Schweißdrüsen und im Bereich der Haarwurzeln.<br />
</em></p>
<p style="text-align: justify;">Doeringnou hielt inne und ließ sich ein Erfrischungsgetränk reichen. Er lächelte in die Runde: &#8220;<em>Wenn sie Fragen haben. Nur zu.</em>&#8221; Jean brannte darauf, sich bemerkbar zu machen. Eine kluge Frage, nur ein einziger Beweis für seinen Spürsinn und mit etwas Glück, würde man ihn vielleicht befördern. Schließlich hatte er sogar das Geständnis des Mörders Jacques in seiner Brieftasche dabei. Auch wenn es wohl eher dem Hammer des Folterknechts zu verdanken war. Egal, er war hier und die Gelegenheit war günstig. &#8220;<em>Aber können sie uns auch erklären, warum all die Toten hier von dieser Seite des Friedhofs stammen?</em>&#8221; Er lächelte stolz in die Runde und straffte die müden Schultern. &#8220;<em>Gut beobachtet junger Mann</em>&#8221; antwortete Doktor Doeringnou und kam um den Tisch herum. Vorsichtig schob er die Zeltplanen auseinander, &#8220;<em>ich denke, wir können frische Luft gebrauchen</em>&#8221; und zeigte mit der Hand in Richtung Friedhofsmauer. &#8220;<em>Sehen sie meine Herren, von dort drüben stammen unsere Toten. Genau dort, wo das Regenwasser sich staute und der Grundwasserspiegel hoch liegt. Die feuchte Erde klebt mir noch immer unter den Schuhen. Zudem ist das Wasser alkalisch und es enthält deutliche Spuren von Kalzium. Zumal die Körper selbst viel Wasser enthalten. Ich wage sogar zu behaupten, daß allein das körpereigene Wasser ausreichen würde! Eingebettet in die feste Erde und somit von der Luft fast vollständig abgeschnitten, dazu noch etwas Wärme, keine Schatten durch Bäume und die Friehofsmauer dürfte die Strahlen der Sonne noch gespeichert haben, und schon geht es los. Brauchen sie noch mehr Beweise für meine Theorie? Wissen sie meine Herren, ich denke, es wäre besser, wenn wir von Fettsäurekonservierung oder Fetthärtung sprechen würden. Wir benötigen einen Begriff, der die Transformation beschreibt. Verseifung bei Leichen und Fettwachsbildung erscheint mir als zu wenig naturwissenschaftlich. Ich finde, wir sollten von Adipocire sprechen.<br />
</em></p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;"><em>Spannend ist auch, was besonders unseren jungen Polizisten freuen dürfte, daß wir sogar die Verletzungsspuren, welche uns umgehend zu einem Mörder führten, selbst Jahre nach der Tat noch deutlich erkennen konnten. Ich würde meinen, daß wir die etwas weicheren Toten ohne Probleme umbetten können. Stecken sie diese Toten in normale, lockere Erde und sie werden in kurzer Zeit verfaulen. Diese ausgehärteten Exemplare muß man verbrennen oder für die Wissenschaft zugänglich einlagern.</em>&#8220;</p>
<p style="text-align: justify;">Doeringnou verneigte sind mehrfach und begab sich zusammen mit all den anderen Gelehrten an die frische Luft, wo diese Kriminalgeschichte um angebliche Seifenleichen im Abendlicht endet.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Zum Schluß</strong> soll nicht verschwiegen werden, daß sich die wichtigsten Fakten zum Thema Adipocire (Leichenlipid oder auch Fettwachsbildung) in den beiden Teilen der Kriminalgeschichten verbergen. Und in der Hoffnung, daß ich als medizinischer/ forensischer Laie die wissenschaftlichen Fakten nicht all zu leichtfertig und fehlerhaft wiedergab, möchte ich auf die genutzten Quellen verweisen</p>
<ol>
<li>Forster B, Ropohl D (1976) ENKE Reihe zur AO [Ä]. Rechtsmedizin. Ferdinand Enke Verlag, Stuttgart, 27-28</li>
<li>Reimann W, Prokop O, Geserick G (1985) Vademecum Gerichtsmedizin. VEB Verlag Volk und Gesundheit, Berlin, 50-51</li>
<li>Penning R (1996) Rechtsmedizin systematisch. UNI-MED Verlag AG,Bremen und Lorch/Württemberg, 31</li>
<li>Brinkmann B, Madea B (2004) Handbuch gerichtliche Medizin. Band 1. Springer Verlag, Berlin, Heidelberg, New York, 160-162</li>
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		<title>Handgemachte Seifen aus Korea. Neue Seifen für unsere Seifensammlung, die kleine Ausstellung in unserem Seifengeschäft</title>
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		<pubDate>Sat, 18 Feb 2012 21:15:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>erik</dc:creator>
				<category><![CDATA[SEIFENSAMMLUNG, SEIFENAUSSTELLUNG]]></category>
		<category><![CDATA[beesoap.co.kr]]></category>
		<category><![CDATA[handgemachte Seifen aus Korea]]></category>
		<category><![CDATA[Korea]]></category>
		<category><![CDATA[koreanische Seifen]]></category>
		<category><![CDATA[Seifen aus Korea]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist schön, wenn man Seifen von anderen Herstellern und Herstellerinnen aus fernen Ländern kennenlernen kann. Neugier gehört schon dazu, wenn man sich für eine Sache interessiert. Was machen die anderen, wie sehen die Seifen aus und was für einen &#8230; <a href="http://www.schoeneseife.de/2012/02/18/handgemachte-seifen-aus-korea-neue-seifen-fur-unsere-seifensammlung-die-kleine-ausstellung-in-unserem-seifengeschaft/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Es ist schön, wenn man Seifen von anderen Herstellern und Herstellerinnen aus fernen Ländern kennenlernen kann. Neugier gehört schon dazu, wenn man sich für eine Sache interessiert. Was machen die anderen, wie sehen die Seifen aus und was für einen Duft haben sie? Wann immer sich die Möglichkeit ergibt, schauen wir in Geschäfte, auf Marktstände und Verkaufsregale. Nicht um zu vergleichen (oder für VerkäuferInnen hörbar zu erwähnen, daß wir auch Seife herstellen), nein, einfach aus Interesse und der Freude am anderen &#8211; der Vielfalt wegen. Gerade weil wir selber Seife herstellen, kaufen wir gerne von anderen SeifenherstellerInnen, freuen wir uns, wenn man uns Seifen mitbringt. Die eigenen, duftenden Urlaubserinnerungen, verbunden mit unzähligen persönlichen Eindrücken, sind natürlich besonders wertvoll, aber die Geschenke von Freunden, die auf der anderen Seite des Globus leben und die an einen denken, wenn sie nach Deutschland kommen, die sind exotisch und aufregend zugleich. Wir haben z.B. unseren Daniel, der in Japan lebt und arbeitet und neulich in Korea zu tun hatte. Als er kürzlich zu Besuch war, brachte er uns handgemachte Seifen aus Korea von <a href="http://www.beesoap.co.kr/front/php/category.php?cate_no=12">BEESOAP.co.kr</a> mit.</p>
<p style="text-align: justify;"><a rel="attachment wp-att-3148" href="http://www.schoeneseife.de/2012/02/18/handgemachte-seifen-aus-korea-neue-seifen-fur-unsere-seifensammlung-die-kleine-ausstellung-in-unserem-seifengeschaft/koreanische_seifen_faltschachteln/"><img class="aligncenter size-full wp-image-3148" title="Koreanische_Seifen_Faltschachteln" src="http://www.schoeneseife.de/wp-content/uploads/2012/02/Koreanische_Seifen_Faltschachteln.jpg" alt="" width="500" height="375" /></a>Schöne Faltschachteln für schöne Seifen und mit der Rosa-Wolken-Creme war auch ein lustiger Name für eine Seife dabei. Dazu noch eine Seife, deren Duft an Houttuynia cordata erinnern soll. Ein kleines Blümchen, welches auch als Chamäleon bezeichnet wird. <strong> </strong></p>
<p style="text-align: justify;"><a rel="attachment wp-att-3149" href="http://www.schoeneseife.de/2012/02/18/handgemachte-seifen-aus-korea-neue-seifen-fur-unsere-seifensammlung-die-kleine-ausstellung-in-unserem-seifengeschaft/koreanische_seifen_schleifen/"><img class="aligncenter size-full wp-image-3149" title="Koreanische_Seifen_Schleifen" src="http://www.schoeneseife.de/wp-content/uploads/2012/02/Koreanische_Seifen_Schleifen.jpg" alt="" width="500" height="282" /></a>Gelbe Tonerde, Bambussalz und Bambuskohle</p>
<p style="text-align: justify;"><a rel="attachment wp-att-3150" href="http://www.schoeneseife.de/2012/02/18/handgemachte-seifen-aus-korea-neue-seifen-fur-unsere-seifensammlung-die-kleine-ausstellung-in-unserem-seifengeschaft/koreanische_seifen_glycerin/"><img class="aligncenter size-full wp-image-3150" title="Koreanische_Seifen_Glycerin" src="http://www.schoeneseife.de/wp-content/uploads/2012/02/Koreanische_Seifen_Glycerin.jpg" alt="" width="500" height="293" /></a>Und hier die Glycerinseifen, die mit Tomate, Erdbeer, Waldbeeren und Mandarine irgendwie ganz vertraut daherkommen.</p>
<p style="text-align: justify;">Und so sieht die Internetseite von BEESOAP aus.</p>
<p style="text-align: justify;"><a rel="attachment wp-att-3151" href="http://www.schoeneseife.de/2012/02/18/handgemachte-seifen-aus-korea-neue-seifen-fur-unsere-seifensammlung-die-kleine-ausstellung-in-unserem-seifengeschaft/beesoap-co-kr_website/"><img class="aligncenter size-full wp-image-3151" title="beesoap.co.kr_website" src="http://www.schoeneseife.de/wp-content/uploads/2012/02/beesoap.co_.kr_website.jpg" alt="" width="500" height="299" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">
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