Zufällige Entdeckung in den Hackeschen Höfen

Ein schöne Entdeckung in den Hackeschen Höfen, ein Fundstück des Zufalls, verbunden mit der Erkenntnis, daß man genauer hinschauen sollte. Denn tagtäglich lief ich wohl an diesem Schild vorbei, unachtsam, vermutlich in der Gewißheit, daß es sich auch bei dieser Hinweistafel nur um ein weiteres Verbotsschild handeln würde. Was für Schilder sonst hängen denn so gut sichtbar herum? Doch neulich belehrte mich ein kurzes Innehalten an dieser Stelle eines Besseren und mit einem Schmunzeln gebe ich dieses Bild der hier mitlesenden Öffentlichkeit bekannt. Man muß einfach viel aufmerksamer durch die Gegend spazieren.

Solche Details sind u.a. für unseren Wechsel aus den Rosenhöfen in die Hackeschen Höfe verantwortlich. Diese Mischung aus Kunst und Kultur, Shopping – mit eindeutigem Bezug auf Handwerk und Handarbeit made in Berlin – Gemütlichkeit und Service macht die Höfe nicht nur für uns so interessant und liebenswert.

Bei aufkommenden Emotionen bitte hier streicheln.

Hinter dem Kürzel H. P. Adamski verbirgt sich der Künstler Hans Peter Adamski, der seit 1998 Professor für Malerei und Grafik an der Hochschule für Bildende Künste Dresden ist und in Berlin und Dresden lebt und arbeitet.

Die Homepage von Professor Adamski

Veröffentlicht unter UNTERHALTSAMES | Verschlagwortet mit | Hinterlasse einen Kommentar

1000 & 1 Seife – Das neue Geschäft und Bilder aus der Seifenausstellung/ Seifensammlung

So langsam nimmt es doch Gestalt an. Manche Dinge brauchen bei uns Zeit und auf viele Sachen müssen wir etwas sparen und was selber zu machen ist, das machen wir ohne fremde Hilfe, ohne zusätzliche Kosten. Und weil wir zusammen nur vier Hände haben und ein Tag nur 24 Stunden hat, von denen wir doch einige für den Schlaf benötigen, wird das neue Geschäft erst jetzt so nach und nach fertig. Aber seit dem vergangenem Wochenende ist die Sammlung zu einem Großteil ausgepackt und ausgestellt, die Schaukästen sind alle beleuchtet und selbst die kleinen Setzkästen wurden reichlich bestückt. Jetzt spiegelt der kleine Laden noch viel mehr von unserer Leidenschaft und wirklich interessierte Menschen werden bestimmt ihre Freude haben. Außerdem haben wir für deutlich mehr Licht gesorgt (ist aber noch nicht ganz fertig), und jetzt, wo es abends schneller dunkel wird, sind wir viel besser zu erkennen. Na und wer nicht so gut gucken kann, der geht einfach immer der Nase nach.

Und hier einer meiner liebsten Schaukästen. Frankreich I, mit der Savon la Girafe.

Seifen aus Asien. Also Japan, China, Nord- und Südkorea, Vietnam, Thailand und Laos. Darunter auch viele handgemachte Stücke.

Und dann haben wir natürlich auch viele Seifen aus Down Under. Sie können ja mal raten, wie wohl die Seifen riechen, auf deren Verpackungen niedliche Koalabärchen abgebildet sind. Sagen wir mal so, es sind trotzdem keine Hustenbonbons.

Zum Schluß noch eine Abteilung mit Seifen aus der DDR und der BRD. Eine bunte Mischung, unser Beitrag zur Vereinigung. Seifentechnisch ging das fast reibungslos, jedenfalls bei unserer Sammlung.

Zu sehen ist die Sammlung bei 1000 & 1 Seife in den Hackeschen Höfen, Hof 4 (Brunnenhof), täglich von 11 bis 19 Uhr.

Veröffentlicht unter 1000 & 1 Seife - Das Geschäft, SEIFENSAMMLUNG, SEIFENAUSSTELLUNG | Verschlagwortet mit , , | Hinterlasse einen Kommentar

Soapys – Fellseifen, Zauberseifen – die Seife der ein Fell wächst. Aus der Seifensammlung/ Seifenausstellung von 1000 & 1 Seife in den Hackeschen Höfen

Wuchs (die Vergangenheitsform) müßte es besser heißen, denn die Firma ALGI, welche die SOAPYS Zauberseifen über viele Jahrzehnte hinweg hergestellt hat, gibt es leider nicht mehr und so ist dieser Text mit seinen vielen Fotos zugleich ein Stück Erinnerung an die niedlichen Seifen in Tierform. Kätzchen, Häschen, Küken, Eichhörnchen, Schneemann, Zwerg und Nikolaus. Sieben kindgerechte Formen und jeden Morgen die spannende Frage, ob das Fell über Nacht noch weiter gewachsen war.

Vorsichtig, mit spitzen Fingern (damit man die empfindliche Oberfläche nicht abwischte), mußte man die Seifchen aus dem Beutel herausholen und dann stellte man sie besser gleich im Badezimmer auf. Hohe Luftfeuchtigkeit und wenig Zugluft waren die Garantie für ein langes, dichtes Fell.

Und schon nach zwei, drei Tagen ging es langsam los. Ein zarter Flaum auf der Oberfläche kündigte den Spaß an und nun hieß es Finger weg, denn die Oberfläche war höchst empfindlich.

Nach weiteren vier bis fünf Tagen war das Fell ausgewachsen und mit etwas Glück und Geduld hatte sich der Pelz schön lang und dicht entwickelt. Anfassen durfte man die Tierchen trotzdem nicht. Das Geheimnis des Fells war nämlich eine kristalline Oberfläche. Chemisch gesehen völlig unbedenklich. Es handelte sich um Kieselsäure. Und da sich kristalline Strukturen gegenseitig aufbauen, aneinander abstützen und gemeinsam schwingen, war jede Berührung zu vermeiden. Die zarten Kristalle der Kieselsäure stützen sich aneinander ab und so wäre das Loch, welches ein neugieriger Finger hinterlassen hätte, immer gleich doppelt so groß gewesen. Produziert wurden die Soapys von Mitte der 60er Jahre bis Anfang 2010. Sie wurden übrigens von Hand bemalt und dort wo Farbe war, dort wuchs den Tierchen kein Fell.

Und hier haben wir noch ein weiteres Bild aus unserer Seifensammlung, der kleinen Seifenausstellung, die wir in unserem Geschäft zeigen. Die Seifenzwerge der Firma ALGI wurden zwischen 1955 und 1960 produziert. Gänzlich aus Seife und komplett bemalt.

Bitte rufen Sie uns nicht mehr wegen der Zauberseifen an. Die Firma ALGI mußte leider Insolvenz anmelden, die Soapys werden schon seit Februar 2010 nicht mehr hergestellt und unsere eigenen Vorräte sind längst aufgebraucht.

Veröffentlicht unter SEIFENSAMMLUNG, SEIFENAUSSTELLUNG | Verschlagwortet mit , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Seifensammlung, Seifenausstellung – Die POP SOAP von LUHNS aus Wuppertal. Die sexquisite Luxusseife mit einem erregenden Duftgenuß.

Markenseifen haben das hohe Niveau ihrer guten Tradition.

Made in Western-Germany

Mit der POP SOAP brachte die Seifenfabrik LUHNS aus Wuppertal ein Produkt auf den Markt, welches den sich verändernden Waschgewohnheiten, den neuen Ansprüchen des modernen Bundesbürgers/ der modernen Bundesbürgerin Ende der 60er Jahre in Form, Farbe, Geruch und Verpackung entsprach. 100 Jahre Seifentradition, Qualität und Kompetenz in Sachen Waschmittelherstellung.

Wasche mit Luhns, denn viele tun`s.

Zusammen mit seiner Ehefrau Pauline gründete August Luhn 1869 in Wuppertal die Seifenfirma LUHNS. Wobei es wohl Pauline war, die ihrem Mann bei der Umsetzung dieser Idee ganz schön Beine machte. Interessant ist, daß LUHN der plattdeutsche Begriff für Schmutz ist und genau diesem rückte die geschäftstüchtige Familie zu Leibe. Nur drei Jahre später wurde der Firmenname als Marke vom Patentamt eingetragen und um 1900 war man ohne jeden Zweifel der Branchenprimus (mit einer Spezialisierung auf Schmierseifen).

Am roten Band wird LUHNS erkannt

Und nachdem man mit einem 3-Tonnenkessel klein angefangen hatte, betrieb man wenig später angeblich die drei größten Siedekessel in Deutschland und man verfügte sogar über einen eigenen Beladebahnhof, wo viele Waggons gleichzeitig gefüllt werden konnten. Die Produktion umfaßte schon damals alle Formen handlesüblicher Waschmittel. Also Kernseifen, Feinseifen, Rasierseifen, Waschpulver, Waschpasten. Man produzierte Haarpflegemittel, brachte Geschenkverpackungen mit Seifen auf den Markt und stellte Rasierwasser und Cremes her.

Im 2. Weltkrieg wurden große Teile der Fabrik durch Luftangriffe zerstört. Doch nach dem Aufbau und dem Beginn der Produktion war man schnell wieder in einer Spitzenposition und es war die Firma LUHNS, die ein erste Waschmittel (Seifenpulver) mit Schaumbleiche auf den Markt brachte.

LUNIKA wäscht wunderbar

Na und 1969 gab`s zum 100. Geburtstag der Firma LUHNS (bei der inzwischen ca. 700 MitarbeiterInnen beschäftigt waren) die POP SOAP, die sexquisite Luxusseife, die natürlich zu unserer Seifensammlung/ Seifenausstellung gehört.

Der neue Typ einer Schönheitsseife: mutig, lebensfroh, sexquisit, kosmetisch tiefenwirksam und fein schäumend.

1970 kam es zu einem Großbrand mit verheerenden Folgen, zwei Jahre später (1972) zog sich die Familie Luhns aus dem Unternehmen zurück (die Marke ging in einer Aktiengesellschaft auf) und bis heute wurden die Anteile immer wieder verkauft. Seit Anfang 2010 gehört das Unternehmen zur HANSA GROUP AG, einem Börsenunternehmen. Heute stellt die Firma Waschmittel und Weichspüler, Putz- und Reinigungsmittel, Shampoos und Produkte für die Haarnachbehandlung her.

Und es war nur einer sehr geschickten Firmenpolitik zu verdanken, daß die Feinseifenproduktion der Firma LUHNS so lange bestehen konnte – diese wurde erst 2001 komplett eingestellt. Mit einer Mischung aus eigenen Herstellermarken (die unter dem Namen LUHNS verkauft und beworben wurden) und zahlreichen Handelsmarken für die Discounter LIDL und ALDI war dies überghaupt so lange möglich gewesen.

Wissenswertes zu LUHNS

Veröffentlicht unter SEIFENSAMMLUNG, SEIFENAUSSTELLUNG | Verschlagwortet mit , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Seifensammlung, Seifenausstellung – PULIA Handwaschtabletten von PUHL & CO. Berlin

Schon eine PULIA Handwasch-Tablette reinigt stark beschmutzte Hände gründlich aber schonend. Da frei von sandigen Bestandteilen.

Viele werden es nicht mehr wissen und bestimmt haben es gar nicht alle Berliner und Berlinerinnen gewußt: Doch es gab in Berlin mal eine richtige Seifenfabrik, PUHL & CO. BERLIN. Ist noch gar nicht so lange her. Und natürlich haben wir auch PUHL-Seifen in unserer Seifensammlung. Aber eines der schönsten Produkte sind die Handwaschtabletten der Marke PULIA. Verpackt wie eine kleine Packung Zigarillos zu 4 x 13 Stück in Alufolie und ganz kinderleicht zu benutzen.

GEBRAUCHSANWEISUNG

Entweder: Eine PULIA Tablette in die hohle Hand legen, wenig Wasser hinzugeben, angefeuchtete Tablette mit der anderen Hand zerdrücken.

oder: Eine trockene PULIA Tablette so zerdrücken (siehe Abb.) Dem entstandenen Pulver mit der anderen Hand wenig Wasser hinzufügen.

Mit dem entstandenen Brei wie üblich, jedoch mit wenig Wasser gründlich waschen. Anschließend Hände abspülen.

Noch handlicher, wenn Sie den Plastik-Taschenspender benutzen, der den INhalt einer Stanniolrolle aufnimmt. TROCKEN AUFBEWAHREN.

Schaut man sich die Tabletten genauer an, dann fällt deren leicht rauhe, leicht körnige Oberfläche auf und natürlich fragt man sich – wenn man sich für Seife interessiert – ob es sich bei der PULIA überhaupt um Seife handelt. Jetzt, Jahrzehnte später, ist das nicht mehr ganz so sicher, weil unsere Packung auch schon etwas älter ist. Irgendein Abrasivstoff ist sichtbar und eine einzelne Rolle mit 13 Tabletten erscheint zu leicht für Seife. Aber man darf sich da nicht täuschen lassen. Selbstverständlich handelt es sich bei der PULIA um Seife, um eine Seife, die im Sprühverfahren hergestellt und die anschließend in einer Tablettenpresse in Form gebracht wurde. Und als Abrasivstoff nahm man hier keinen Sand, sondern Sägemehl. Das ist schonender für die Hände und weil es zudem noch leichter ist als Sand und schwimmt, verstopfte dieses Produkt nicht die Trapse unter den Waschbecken. Sand lagert sich ab, Sägespäne werden mit weggespült. Ganz einfach.

Wie alt die Packung ist, wollen Sie jetzt wissen? Keine Ahnung. Das Problem ist nämlich, daß die PULIA bis zum März 1996 noch produziert wurde. Erst dann war Schluß mit der industriellen Seifenherstellung in Berlin, der Firma PUHL & CO. und der PULIA Handwaschtablette. Aber so wie die Packung erhalten und gestaltet ist, wie die Tabletten noch riechen und wie sie aussehen, würde ich auf Mitte der 60er Jahre tippen.

Veröffentlicht unter SEIFENSAMMLUNG, SEIFENAUSSTELLUNG | Verschlagwortet mit , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Warum Seife? Positive Gedanken zur Verwendung fester Seifen.

und eine Antwort auf die Frage, warum das ganze Gerede über den pH-Wert von Seifen am eigentlichen Thema vorbeiführt.

Obwohl die Benutzung von festen Seifen wieder etwas mehr in Mode kommt – und wir glauben, daß die vielfältig, in Handarbeit hergestellten Stücke dazu einen wichtigen Beitrag geleistet haben – kann man vermutlich davon ausgehen, daß die meisten Menschen in Deutschland bei der Körperreinigung auf flüssige Waschmittel (Duschgele) oder hautneutrale Waschstücke (Syndets) zurückgreifen und oft können wir es in unserem Geschäft erleben, wie Leute ein Stück Seife kaufen, nur um dieses anschließend in den Wäscheschrank zu legen. Seife ist manchmal ein Geschenk für andere, mit fester Seife kann man ein kleines Bad angenehm beduften und feste Seifen sind natürlich auch recht dekorativ. Doch zum waschen nehmen viele Menschen dann doch lieber ein Duschbad. Warum?

“Ich vertrag ja gar nichts anderes.”

“Seife trocknet meine Haut zu sehr aus”.

“Seife hat einen ungünstigen pH-Wert”.

“Ich nehm nur flüssige Waschmittel aus der Apotheke, weil die so mild sind”.

“Meine Haut ist so empfindlich, da kann ich nur Arztseife nehmen”.

So klingt es leider häufig, wenn Kundinnen und Kunden ein Stück Seife kaufen, daß verschenkt werden soll, oder als dekoratives Stück ein Bad parfumieren und schmücken darf. Geduscht und gebadet wird mit flüssigen Waschmitteln, die am Ende meist viel billiger sind als viele der festen, hochwertigen Seifen die wir anbieten. Zum hinlegen, zur Dekoration, für den Duft und für den Wäscheschrank, da spielt der Preis fast keine Rolle. Aber wenn es um die Körperpflege selber geht, greifen die meisten Menschen auf billige, flüssige Waschmittel zurück und viele meinen gar, daß man sich mit festen Seifen überhaupt nicht waschen kann. Nur vor dem Hintergrund eines immer wichtiger werdenden Verbraucherschutzes, kann man die Werbung für synthetische, flüssige Waschmittel, die seifenfrei den Säureschutzmantel der Haut bereits unter der Dusche schonen, und diesen regulieren, durchaus auch kritisch betrachten.

1. Sparsamkeit Feste Seifen sind viel sparsamer als flüssige Waschmittel.

2. Überdosierung Feste Seifen lassen sich nicht so leicht überdosieren, was gerade bei empfindlicher Haut ein großer Vorteil ist und nicht ohne Grund empfehlen viele Dermatologen sogar bei Neuroderimits die Verwendung fester Seifen.

3. Zielgerichtet gegen trockene Haut Anders als flüssige Waschmittel waschen feste Seifen fast nur dort, wo sie waschen sollen. Sie laufen jedenfalls nicht so unkontrolliert über den ganzen Körper und leicht lassen sich empfindliche Körperpartien aussparen. Zudem kommt es bei fester Seife zu einer leichten Quellung der Haut, wobei über die Hornschicht vermehrt Wasser gespeichert wird. Ein Effekt, der sich gerade bei trockener Haut nach dem Waschen positiv bemerkbar macht, und der die Zeit überbrückt, bis sich der Säureschutzmantel regeneriert hat. Bei sauren, synthetischen Flüssigseifen funktioniert das nicht. Man muß dazusagen, daß diese Besonderheit bei der Benutzung von festen Seifen nicht unumstritten ist.

4. Rückfettend Feste Seifen sind natürlich auch rückfettend und mild und der basische pH-Wert relativiert sich unter der Dusche sehr leicht. Zumal man von festen Seifen deutlich weniger benötigt und verbraucht (ca. 2g für einen Erwachsenen). Flüssige Waschmittel fühlen sich zwar schmierig, ölig und rückfettend an … wo steht, daß sie es auch tatsächlich sind?

5. Konservierungsstoffe sind in festen Seifen überhaupt nicht nötig. Wenn diese vorhanden sind, dann sind sie über einen Umweg in die Stücke gewandert. So kann es z.B. sein, daß ein Algenextrakt – als Zusatzstoff in einer Seife – konserviert werden muß. Wenn dieser Konservierungsstoff des Algenextrakts im Endprodukt Seife nachweisbar ist, muß auch der Konservierungsstoff auf der Seifenverpackung deklariert werden.

6. Naturprodukt Feste Seifen sind viel mehr ein Naturprodukt als die meisten flüssigen Waschmittel, die häufig aus zahlreichen, chemischen Stoffen bestehen, und sie werden auch viel besser wieder abgebaut. Sie schonen die Umwelt.

7. Künstliches Es finden sich zudem nur wenige künstliche Zusätze in festen Seifen. So werden bei der industriellen Produktion neben Farbstoffen und Duftstoffen nur in geringen Mengen weitere synthetische Komponenten benötigt. EDTA (Ethylene-Diamino-Tetra_Acetate – Ethylendiamintetraessigsäure) wird meist als Natriumsalz verwendet, weil es störende Metallionen bindet (gut gegen Verfärbungen und Fleckenbildung im Industrieprozeß) und die Funktion von Konservierungsmitteln unterstützt (entfällt bei festen Seifen). In handgemachten Seifen wird kein EDTA benötigt.

8. Haut waschen Um überhaupt waschen zu können, muß eine Fettwasser-Emulsion hergestellt werden. Bei diesem Vorgang wird nicht nur der fettige Schmutz, sondern auch die oberste Fettschicht der Haut abgelößt und abgewaschen. Flüssige Waschmittel funktionieren da nicht anders. Nur reinigen sie oft nicht so gut und gerade Syndets schäumen deutlich schlechter. Trotzdem gilt: Wir waschen uns zu oft.

9. Rohstoffe Feste Seifen lassen sich zum größten Teil aus nachwachsenden Rohstoffen herstellen. Feste Seifen bestehen immer aus dem anorganischen NaOH (Ätznatron/ ein Salz/ als Lauge verwendet) und den organischen, natürlichen Fetten (meist pflanzlich, manchmal tierisch). Der Rest sind Duftstoffe, Farbstoffe, Pflegezusätze und bei der Industrieproduktion einige wenige synthetische Hilfmittel, z.B. EDTA.

10. Erdöl läßt sich nicht verseifen, weil Erdöl kein Öl ist (ist vielmehr ein Diesel/ ein Benzin/ ist anorganisch/da ist nichts, was verseift werden könnte) und daraus kann man nur flüssige Waschmittel machen.

11. Bakterien Was viele Leute für besonders hygienisch halten, ist in Wahrheit alles anderes als sauber. Nur feste Seife – auch wenn sie von vielen Menschen gemeinsam benutzt wird – ist von ganz alleine und ohne jeden Konservierungsstoff sauber, keimfrei und bakterizid. Auf der alkalischen Oberfläche haben schädliche Bakterien und Keime nämlich nicht die geringste Chance. Die tummeln sich lieber auf den Pumpspendern.

12. pH-Wert (potentia Hydrogenii/ das Gewicht des Wasserstoffs – der Wert gibt an, wie sauer oder basisch eine wässrige Lösung ist). Dabei wissen wir, daß die Hautoberfläche des Menschen leicht sauer ist (der Wert liegt bei etwa 5,5), der Nullpunkt der pH-Wert-Skala liegt bei 7 (Leitungswasser hat in etwa diesen Wert) und feste Seifen haben einen pH-Wert, der in der großen Masse zumeist zwischen 9 und 11 liegen dürfte. Ist das nicht zu hoch, zu basisch, zu agressiv?

Nein! Der pH-Wert wird bei festen Seifen gemessen, indem man 10g Seife in 100g Wasser auflöst. Mit dem so ermittelten Wert lassen sich nur verschiedene Seifen untereinander vergleichen, denn kein Mensch benötigt für die Körperpflege 10g feste Seife und niemand duscht mit nur 100g Wasser. Dieser Wert ist ein Laborkonstrukt, er sagt nur wenig über die praktische Anwendung aus. Durch die Verdünnung unter der Dusche dürfte sich der pH-Wert von festen Seifen – ohnehin sparsam im Verbrauch – gegenüber Flüssigseifen recht positiv entwickeln; zumal deren leicht saurer pH-Wert durch das neutrale Wasser auch deutlich in Richtung Nullpunkt (pH 7) verschoben wird.

13. Die Form Bei der Verwendung fester Seife spielt auch die Form eine wichtige Rolle. Feste Seifen sind haptisch viel interessanter. Sie lassen sich anfassen, man kann sie greifen und zwischen den Fingern richtig benutzen. Der entstehende Schaum ist auch ein durchaus sinnliches Erlebnis und im Laufe der Zeit verändern Seifen ihre Form.

14. Schön Seifen sind irgendwie schöner. Seifen sind individueller, oft liebevoller verpackt und außerdem kann man Seifen länger aufheben. Man kann Seifen auch sammeln.

15. Praktisches für unterwegs Feste Seifen können nicht auslaufen.

16. Handarbeit vor Ort Weil sich feste Seifen leicht in Kleinstmengen, in Handarbeit herstellen lassen, erfüllen gerade die festen Seifen viele Ansprüche an ein regionales Handwerk, was ohne große Transportwege auskommt. Und selbst bei der Herstellung wäre es möglich, zum Großteil mit heimischen Ölen und Fetten zu arbeiten.

Und abschließend wäre vielleicht noch zu erwähnen, daß die Reinigung der Haut, ein warmes Bad, eine aufmunternde Dusche nicht immer und automatisch mit Hautschädigung und dem Verlust des Säureschutzmantels – als würde man nach dem Bad wehrlos dastehen – gleichgesetzt werden muß. Waschen, einseifen, duschen und baden ist in erster Linie eine Notwendigkeit, ein Genuß und durchaus ein Zivilisationsgewinn; dessen Vorteile ganz sicher die Nachteile mehr als nur ausgleichen. Zumal eine regelmäßige und sinnvolle Körperpflege auch vor Hautkrankheiten schützt.

Veröffentlicht unter HANDWERK, ROHSTOFFE & ZUSÄTZE, WISSENSWERTES AM RANDE | Verschlagwortet mit , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Seifensammlung, Seifenausstellung – Die WASSERKÖNIGIN von Karl Nittinger aus Schwäbisch Gmünd

“Hast Du für gute Seife Sinn, dann wasch mit: Wasserkönigin!”

“Verwenden Sie auch Schneewittchen-Walschpulver und das selbsttätige Waschmittel Pylogin!”

Wasserkönigin, die 80%ige Vollfettseife. Aus besten Rohstoffen hergestellt, garantiert die Seife höchste Waschkraft und einen sparsamen Verbrauch. Leichte Arbeit, lieblich erfrischender Geruch und billiger Preis. Und natürlich ist die Wasserkönigin Seife der Karl Nittinger Seifenfabrik aus Schwäbisch Gmünd auch für die Körperpflege geeignet.

Ein typisches Produkt der Nachkriegszeit (oder aus den letzten Kriegsjahren selber) und es ist davon auszugehen, daß die WASSERKÖNIGIN SEIFE eine Herstellermarke der Karl Nittinger Seifenfabrik war. Also eine Eigenmarke, mit der die Firma aus Schwäbisch Gmünd die auf Qualität bedachte Kundschaft zu gewinnen suchte. Die Betonung des hohen Fettgehalts ist insofern von Bedeutung, weil Seifen aus Deutschland zu dieser Zeit fast immer mit allerlei Füllstoffen (Sand, Sägespänen, etc.) auf Masse gebracht werden mußten. Die chemische Industrie – für die Kriegswirtschaft besonders wichtig – litt unter  ständiger Rohstoffknappheit und konnte Verbrauchsgüter von hoher Qualität zum Ende des 2. Weltkrieges hin gar nicht mehr in ausreichender Stückzahl produzieren. Zumal die chemische Industrie – besonderes Ziel alliierter Luftangriffe – in den letzten Kriegsmonaten fast vollständig zerstört war und erst wieder aufgebaut werden mußte. Nur so lassen sich die hohen Schwarzmarktpreise für Seifen in den ersten Nachkriegsjahren erklären. Siehe auch Heinrich Böll: “Als der Krieg zu Ende war”.

Somit ist die WASSERKÖNIGIN SEIFE, die wir in unserer Seifenausstellung zeigen, auf jeden Fall um die schzig Jahre alt. Vom lieblichen Geruch ist leider nichts mehr übrig und auch der Farbton dürfte sich von weißlich nach gelblich stark verändert haben. Aber auch dieses Bsp. zeigt, wie lange Seifen doch haltbar sind und wie schön und interessant solch eine Sammlung sein kann.

Veröffentlicht unter SEIFENSAMMLUNG, SEIFENAUSSTELLUNG | Verschlagwortet mit , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Seifensammlung, Seifenausstellung – Schöne Bildchen aus unserer Seifenausstellung – Fa von Henkel

Fa von HENKEL, ein hübscher Aufkleber, der natürlich auch Teil unserer Seifensammlung/ Seifenausstellung ist.  Der Marktanteil von Fa/ HENKEL lag in den 60er Jahren bei etwa 5%, eine Feinseife, die 1954 auf dem Markt eingeführt wurde. Berühmt wurde die Firma aber ganz sicherlich mit dem Waschmittel Persil, welches seit 1907 produziert wird und als erstes, selbsttätiges Waschmittel der Welt beworben wurde. Mit der TV-Werbung für Persil schrieb die Firma 1956 sogar Fernsehgeschichte: Die Werbung für Persil war die erste kommerzielle Fernsehwerbung in Deutschland.

Veröffentlicht unter SCHÖNE BILDER, SEIFENSAMMLUNG, SEIFENAUSSTELLUNG | Verschlagwortet mit , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Seifensammlung, Seifenausstellung – XENIA de LUXE des VEB PATINA aus Halle

Nicht unbedingt der beste Name für einen Kosmetikhersteller, doch die Seife selber war der Firma richtig Werbung wert und überhaupt gehört diese Seife in eine Seifensammlung. Besonders dann, wenn man seit mehr als 10 Jahren Seife produziert, ein eigenes Buch zum Thema geschrieben hat, an einem neuen Buch arbeitet, seine eigene Werkstatt hat, ein Geschäft führt und selber Xenia heißt. So wie Xenia Trost, die Seifensiederin von 1000 & 1 Seife aus Berlin.

Die Innenseite der Verpackung hat irgendwie Strahlkraft. So könnte die Werbung für einen Stromkonzern aussehen. Vermutlich war Xenia de Luxe für den Export bestimmt. Wir können uns jedenfalls nicht daran erinnern, die Seife regelmäßig in den Geschäften gesehen zu haben. Xenia de Luxe, eingewickelt in Goldfolie und in einem festen Geschenkkarton zu je zwei Stück. Xenia war einfach Luxus.

Und so sieht die Seife selber aus.

Und wer sich die Seife aus der Nähe anschauen möchte, der kann gerne unser Geschäft in den Hackeschen Höfen/ Hof IV besuchen (Rosenthaler Straße 40/ 41, in 10178 Berlin), wo wir einen kleinen Teil unserer privaten Sammlung der Öffentlichkeit vorstellen.

Veröffentlicht unter 1000 & 1 Seife - Das Geschäft, SEIFENSAMMLUNG, SEIFENAUSSTELLUNG | Hinterlasse einen Kommentar

Über die SEIFENFABRIK PAUL ALFRED GOEBEL aus Bad Godesberg – Teil 2

Ein Anruf im Stadtarchiv und der Stadthistorischen Bibliothek Bonn hat einige weitere Informationen  zur Seifenfabrik von Paul Alfred Goebel erbracht. Und dazu noch eine schicke Rechnung mit einem üppigen Briefkopf aus dem Jahre 1917. Bescheidenheit war nicht die Sache von Paul Alfred Goebel, der 1916 sein Gewerbe für die Herstellung von Seifen, Chemikalien und Arzneimitteln in Bad Godesberg anmeldete und man sollte auch gleich erwähnen, daß die oben auf dem Briefkopf der Rechnung abgebildete Fabrik im Original deutlich kleiner gewesen sein muß. Er führt sogar den Titel des Hoflieferanten auf seinen Anschreiben, was in Anbetracht der Tatsache, daß der letzte Kaiser (FW II, 1859 bis 1941) 1918 abdankte, eine recht optimistischs Selbstzuschreibung gewesen sein dürfte. Vier Jahre später meldete Paul Goebel sein Gewerbe, sein Unternehmen erstmal ab, um es ein Jahr später (1921) gleich wieder anzumelden. Die Fabrik ging dann in dem Unternehmen DOLOGIT auf, ein Hersteller von Arzneimitteln, der vielleicht durch das Hustenmittel Rheila bekannt ist. In der Zeit um den 2. Weltkrieg herum verliert sich die Spur der Firma, die dann erst wieder Anfang der 50er Jahre auftaucht und bis 1972 existiert. Das ursprüngliche Firmengebäude in der Elsässer Straße in Bad Godesberg wurde 1982 abgerissen.

An dieser Stelle sei noch einmal erwähnt, daß die Abbildung der Rechnung hier in diesem Text nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Stadtarchivs Bonn möglich wurde und eine weitere Vervielfältigung nicht ohne Erlaubnis durch das Stadtarchiv erwünscht ist. Ich bedanke mich für die freundliche Unterstütung und die weiterführenden Informationen aus Bad Godesberg, und verweise an dieser Stelle auf das Stadtarchiv und die Stadthistorische Bibliothek der Bundesstadt Bonn. Stadthaus, Berliner Platz 2, 53103 Bonn, oder im Internet unter www.bonn.de

Veröffentlicht unter SEIFENSAMMLUNG, SEIFENAUSSTELLUNG | Verschlagwortet mit , , | Hinterlasse einen Kommentar

Seifenfabrik Paul Alfred Goebel GmbH aus Bad Godesberg a. Rh. – Ein Werbebrief von 1948

Wir freuen uns, Ihnen nach vielen Jahren wieder ein Angebot hochwertiger Waren in Friedensqualität machen zu können.

Das Fabrikat, das täglich von unserer Kundschaft verlangt wurde, das jedoch wegen Beschlagnahme bisher nicht geliefert werden konnte, nämlich unser flüssiges Handreinigungsmittel “Alfreds Stolz” mit Mandelparfumöl.

Und morgen werde ich in noch einmal in Bad Godesberg im Stadtarchiv anrufen – heute war Betriebsausflug – und mal schauen, ob es da nicht noch mehr Informationen zu gibt.

Veröffentlicht unter SEIFENSAMMLUNG, SEIFENAUSSTELLUNG | Verschlagwortet mit , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Seifenfisch – Seife im Tierreich

Die Seifenfische, die hier erwähnt werden, gehören zur Familie der Grammistidae. Es sind alles Barschartige, die bestimmte Merkmale an den Flossen aufweisen. Die deutsche Bezeichnung für diese ganze Familie lautet Seifenfische; wobei nicht so leicht zu klären ist, auf wen diese deutsche Bezeichnung zurückgeht. Bloch (Marcus Elieser Bloch, 1723-1799, dem auch wie schon Moses Mendelssohn durch Friedrich II. eine Lehrtätigkeit an der Akademie der Wissenschaften verwehrt wurde ) bestimmte den Fisch. Wobei die Nennung 1801 als Grammistes Orientalis durch Johann Gottlob Theaenus Schneider (1750–1822) nach Blochs Tod vollendet wurde. Beide wußten zur damaligen Zeit allerdings nicht, daß ein gewisser Herr Thunberg bereits 1792 den Fisch als Grammistes sexlineatus bestimmt hatte.


Und weil die erste Bezeichnung die wissenschaftlich gültige ist, heißt der hier abgebildete Seifenfisch Grammistes sexlineatus – also Sechstreifiger Seifenbarsch.

Doch wie kommt es nun, daß der Seifenfisch, unser sechsstreifiger Seifenbarsch, die Seife im Namen führt? Wie schon gesagt, man kann sich mit dem Fisch nicht waschen und auch in der Handwäsche für Feintextilien und Wolle würde sich das Tier nicht wohlfühlen. Es würde stattdessen furchtbar viel Schleim absondern und genau dieser Eigenschaft verdankt er seinen Namen. In der Natur dient dieser Schleim der Abwehr von Feinden. Größere Fische würden ihn sofort wieder ausspucken, weil der Schleim ziemlich bitter, reizend und bei einigen Arten auch giftig ist. Daher kommt die Bezeichnung Seifenfisch. Hat zwar so direkt nichts mit Seife zu tun, doch interessant finde ich es trotzdem. Der Lebensraum unseres hübschen Seifenfisches ist der Indopazifik.

Veröffentlicht unter WISSENSWERTES AM RANDE | Verschlagwortet mit , | Hinterlasse einen Kommentar

Seife als Notbehelf – Körperpflege 1894

Oft hören wir, wie die Leute beim Anblick unseres Geschäfts – indem es neben einigen Düften (Parfums) unzählige Seifen und viele andere Dinge gibt, mit denen man es sich in der Wanne oder unter der Dusche einfach nur nett machen kann -, erklären, daß man all diese Dinge nicht benötigen würde. “Wissen sie, Kernseife ist die beste Seife und mehr braucht man nicht. Glauben sie mir, ich nehm nur Wasser und Kernseife. Gute Kernseife. Da wissen sie natürlich gar nicht mehr was das ist. Nach`m Krieg, da gabs gute Seife”.  In solchen Momenten denken  wir uns still unseren Teil. Fehlt nur noch, daß die Trümmerbilder der Nachkriegszeit in Form seniler Verklärung am Ende gar romantisiert werden. “Ja, damals war alles besser, sogar die Seife”. Warum nur gilt das Badezimmer selbst im Jahr 2011 noch immer vielen Deutschen als Ort, der ausschließ der Reinigung dient? Wo liegen die Wurzeln derartiger Vorstellungen von Hygiene und körperlichem Wohlbefinden?

Lavater sagte: Wollt ihr schöner werden, als ihr seid, sorgt für eine schöne Seele, welche sich einer gesunden Behausung zu erfreuen hat und sofort werden nicht nur die Rosen auf den Wangen von neuem erblühen, sondern auch aus jedem Gesichtswinkel unwiderstehliche Schönheit herausleuchten, selbst wenn ihr in einer Mulattenhaut stecktet.

(Folgende Zitate mehrheitl. aus dem Bilz, “Das neue Natur Heilverfahren – Lehr- und Nachschlagbuch der naturgemäßen Heilweise und Gesundheitspflege”, Verlag Bilz, Leipzig 1898, 25. Aufl., 1943 Seiten)

Gesundheit und Reinlichkeit – Hygiene – gehören fest zusammen und wurden ganz im Sinne einer gesunden, deutschen Volksgemeinschaft zu erklärten Zielen, die zudem schon damals gut vermarktet werden konnten. Wasser spielte dabei schon immer eine herausragende Rolle, nachdem seine reinigenden und abhärtenden Eigenschaften als positiv anerkannt wurden. Dem Bad galt dabei besondere Aufmerksamkeit, weil es erst langsam wieder in Mode kam und die meisten Wohnungen überhaupt nicht die Möglichkeit dafür boten. Als sinnvoll, gar notwendig, wurde es erachtet, einmal täglich, oder midestens 2-4 mal wöchentlich, lauwarme bis warme Ganzabreibungen, Ganzwaschungen, Wannenbäder, Vollbäder oder Flußbäder, nebst Frottieren (Abreiben der Haut) zu absolvieren.

Dabei sollte die Raumtemperatur nicht unter 15 Grad liegen und die empfohlene Wassertemperatur wurde mit 24 bis 25 Grad angegeben. Von großer Wichtigkeit außerdem, die eigene Körperwärme, denn mit kaltem Körper darf man nicht ins Bad. Der kalte Körper muß zuvor mittels Decken oder durch Bewegung auf Temperatur gebracht werden, weil Ofenwärme als schädlich galt. Angemerkt wird, daß gerade Naturärzte eher zu kühleren Bädern raten.

Reinlichkeit ist das halbe Leben sagt zwar ein bekanntes Sprichwort, jedoch als Beweis, wie wenig noch in Deutschland auf die Hautpflege Gewicht gelegt wird, möge unter hunderten von Beispielen nur die Thatsache dienen, daß es in unserem gebildeten Deutschland Städte von 80 000 und mehr Einwohnern gibt, die sich oft nur einer einzigen Badeanstalt von nicht mehr als drei bis vier Badewannen erfreuen. Bilz, S. 493

Baden diente lediglich der Reinigung des Körpers und der Haupflege, ein Aspekt, der immer getrennt betrachtet wurde, weil durch ein Bad auch andere, reinigende und heilende Prozesse des Körpers aktiviert werden sollten. Das Seife möglichst nicht verwendet werden sollte, nur im Falle der starkt verschmutzten Haut galt ihr Einsatz als annehmbar, muß in diesem Zusammenhang unbedingt Erwähnung finden, weil die reinigende Wirkung des Bades allein dem Wasser zugeschrieben wurde. Und was da nicht alles gebadet werden sollte und vor allen Dingen auch wie. Hier einige Tipps!

Seife galt vielen Medizinern und selbsternannten Gesundheitsfanatikern als überflüssiges Mittel bei der Abhärtung des Körpers, dessen Selbstreinigungskräfte einzig und allein durch Wasser geweckt zu werden brauchten. Bezüglich der Waschung mit Seife sei noch erwähnt, daß man der Ansicht war, Seife würde zur Reinigung meist zu häufig angewendet. Seife sollte nur als Notbehelf für groben Schmutz gelten, den man ohne sie nicht beseitigen könne. Wer viel temperiertes Wasser braucht, wird selten Seife nötig haben. Zu viel Seife trocknet die Haut etwas aus, entzieht den Talgdrüsen ihr natürliches Fett, macht die Haut früh alt, welk und runzlig. Wer Seife nur als einen Behelf in Not ansieht, der behält lange eine junge, frische, straffe Haut, einen frischen Teint.

Für jedes Körperteil gab es, und das in jeder Position, technische Erfindungen, die ein Dampfbad, eine Waschung ermöglichen sollten. Gebadet wurde überall, im Ernstfalle auch liegend im Bett. Aber ein Bad aus Freude, ein Bad zur Entspannung, ein Bad aus Lust und Laune heraus, das war überhaupt nicht vorgesehen. Und ich denke, daß es genau diese Entwicklung in Deutschland war, die u.a. zu der Ansicht Seife schenkt man nicht führte. An anderer Stelle habe ich schon einmal darüber nachgedacht, ob es nicht einen Zusammenhang zwischen dieser ursprünglich vermittelten Idee von Hygiene und der bis heute anzutreffenden Unfähigkeit des Badegenusses gibt. Hygienos (griechisch) bedeutet im weitesten Sinne der Gesundheit förderlich und wurde in unserem Sprachgebrauch hauptsächlich im Zusammenhang mit Medizin (als Prävention) und zur Abhärtung, gedacht.

Baden und Sauberkeit wurden gerade in Deutschland in hohem Maße instituionalisiert. Der private Körper, als Teil des Volkskörpers betrachtet, hatte sich gesellschaftlichen Normen zu unterwerfen – gesund, nützlich und leistungsstark. Hygiene wurde organisiert. Sauberkeit kann durchaus auch als das Ergebnis eines sozialen Drucks betrachtet werden, welcher in der Zeit des Nationalsozialismus auf schreckliche Art pervertierte. Der an Geist und Körper gesunde Deutsche erfuhr die Gleichsetzung der Begriffe Körperhygiene und Rassehygiene – Schlagworte einer menschenverachtenden Idee, die Sauberkeit mit Volksgemeinschaft gleichsetzte und damit die Lust am Waschen durch einen gesellschaftlichen Zwang ersetzte“. (Zitat aus dem Artikel Seife schenkt man nicht)

Veröffentlicht unter KULTURWISSENSCHAFT | Hinterlasse einen Kommentar

Klassische Nassrasur. Wissenswertes über Schweineborsten, Dachshaare und Rasierpinsel mit synthetischen Fasern

Von James Joyce stammt der Tipp (Ulysses), den Pinsel einfach in der Seife stecken zu lassen, weil dadurch die Haare noch viel weicher werden würden. Nun, ich verehre zwar den großen Dichter, doch dieser Tipp sei nicht zur Nachahmung empfohlen. Obwohl zu vermuten ist, daß Joyce nur eine Schweineborste nutzte.  Aber welche Haare gehören überhaupt in einen guten Rasierpinsel und entscheidet sich an dieser Frage die Qualität des Schaums? Im folgenden Text soll dieser Frage nachgespürt werden.

Richtige Männer, wenn sie keine Bartträger sind, schlagen ihren Rasierschaum selber auf. Dazu gehört neben Rasierseife oder Rasiercreme und Wasser auch ein Rasierpinsel, mit dem der Schaum hergestellt wird. Mit kreisenden Bewegungen, man kann auch stampfen, drücken, hin und her, in der Hand, im Mug, einer alten Kaffeetasse oder gleich im Gesicht; das alles ist egal und bleibt jedem Mann selber überlassen. Was verbindet ist das gleiche, wunderbare Ritual – einen Rasierpinsel zu schwingen. Natürlich sind auch Dosenschaumbenutzer Nassrasierer, doch über diese Spezies wollen und werden wir hier nicht schreiben. Und dabei sind gerade die Rasierpinsel für manche Männer viel mehr als reine Schaumschläger. Ganze Sammlungen unterschiedlicher Pinsel, Haarqualitäten, Griffe, Hersteller und Größen finden sich in den Badezimmern und natürlich gibt es Pinsel für jeden Tag, Pinsel für Feiertage, Sonntage und andere Festlichkeiten. Rasierpinsel sind eigentlich reine Gebrauchsgegenstände. Doch ganz heimlich betrachtet sind sie mehr und für viele Nassrasierer ist der Besitz eines guten Rasierpinsels so wichtig wie ein neues Auto, teure Weine, gutes Essen und schicke Anzüge. Ich persönlich besitze, außer einigen guten Rotweinen, weder das eine noch das andere. Aber Rasierpinsel habe ich 5 Stück. Alles schönste Silberspitze und einen kleinen Graudachs; mal größer oder kleiner, mit Griffen aus Holz, Plastik oder Edelstahl. Es ist eine nette kleine Sammlung, die ich in schöner Rotation benutze.

Doch welche Haare werden überhaupt verwendet?

Für gute Rasierpinsel wird Dachshaar verwendet (engl. Badger). Es gibt auch Pinsel mit Schweineborsten (engl. Bristle), aber das ist etwas für den Drogeriemarkt und diese Pinsel interessieren uns jetzt nicht. Man erkennt die Schweineborsten an den auffällig weißlich/ gelblichen Haaren/ Borsten und um manche ist wie zum Hohn noch so ein dunker Balken gemalt, damit es aussieht wie Silberspitze. Derartige Produktlügen sind in meinen Augen Kitsch – wenn schon Borste dann bitte ehrlich. Aber natürlich soll hier nicht verschwiegen werden, daß man sich natürlich mit einem Borstenpinsel auch einen ordentlichen Rasierschaum herstellen kann.

Rasierpinsel mit Dachshaar sind viel weicher und haben deutlich bessere Gebrauchseigenschaften. Dabei sind die Bezeichnungen für die unterschiedlichen Haarqualitäten manchmal verwirrend und inzwischen höre ich schon gar nicht mehr so genau hin, wenn irgendwo von Winterdachs, Eisdachs, Super-Dachs oder gar Babydachs gesprochen wird. Die wichtigsten Unterscheidungsmerkmale sind die Silberspitze (silver tip) und die einfachen grauen Dachshaare, die man als häufig als reinen Dachszupf oder Graudachs (pure badger) bezeichnet. Dabei ist die Silberspitze die beste Qualität die es gibt (von Hersteller zu Hersteller gibt es zum Teil recht große Unterschiede). So weit mir bekannt ist, wird die Silberspitze ausgekämmt und ausgezupft, von den Haarlieferanten nach Qualität sortiert, hellere Spitzen/ dunklere Spitzen, und anschließend von den Pinselherstellern zumeist von Hand weiterverarbeitet. Die grauen Dachshaare wurden geschnitten. Man bezeichnet diese Haare als Stock-Ware. Ihnen fehlen die hellen Silberspitzen und der dunkle Mittelstreifen. Aus diesem Haar fertigen die Hersteller einfache, gute Gebrauchspinsel. Wem die Silberspitze zu weich ist, wer eine größere Massagewirkung auf der Haut haben möchte, oder wer nicht viel Geld in einen Rasierpinsel investieren will, der wird mit dieser Haarqualität sicher sehr zufrieden sein. Das Haar fällt manchmal etwas dunkler oder heller aus und die Pinsel werden mehrheitlich bestimmt maschinell gefertigt.

Hier sehen sie von links nach rechts die wichtigsten Haarqualitäten. Die hochwertige Silberspitze erkennen sie leicht an der schönen Form des Pinselkopfes, den hellen Spitzen und dem dunklen Band, welches die feinen Haare eines edlen Pinsels schmückt. Rechts daneben sehen sie einen Pinselkopf, der scheinbar über sehr helle Haare verfügt, wo man noch silbrige Spitzen erkennen kann und das dunkle Band andeutungsweise sichtbar ist. Diese Zupfhaare erfüllten nicht die Anforderungen für einen Silberspitz, doch die daraus gefertigten Pinsel sind eine gute Alternative zum Silberspitz. Das Haar ist auch schon wunderbar weich, nimmt sehr gut Wasser auf und speichert die Feuchtigkeit fast wie ein Silberspitz. Als nächste sieht man zwei verschiedene Färbungen des grauen Dachshaares und ganz rechts ist ein Pinselkopf aus synthetischen Pinselhaaren im Bild. Zu diesen Rasierpinseln werde ich später etwas mehr schreiben. Es sei aber schon erwähnt, daß wir diese Pinselhaare allen Männern empfehle, die nicht genügend Zeit, Ehrgeiz, Energie, Lust und Verantwortungsgefühl aufbringen, um einen Rasierpinsel aus Dachshaar richtig zu pflegen. Denn egal für welchen Dachshaarpinsel man sich entscheidet, es handelt sich um ein Naturprodukt, welches bei guter Pflege zehn, fünfzehn und mehr Jahre benutzt werden kann und benutzt werden sollte. Allein schon der Tiere wegen.

Hersteller und Marken von Rasierpinseln, um nur einige zu nennen, sind zum Beispiel MÜHLE, Hans Baier EXCLUSIVE, PILS GmbH, Vulfix, Kent, Simpson, Edwin Jagger, Heinrich L. Thäter, Rooney, Joris & natürlich Plisson. Man könnte die Liste noch endlos weiterführen und natürlich wird der eine oder andere jetzt seine Lieblingsmarke vermissen. Doch wichtig ist, daß man als Nassrasierer den Pinsel schwingt und sei es eine Schweineborste.

Beim Kauf eines Rasierpinsels sollten sie auf folgende Dinge achten: Läuft das dunkle Band der Silberspitze gleichmäßig (gilt nur für den echten Silberspitz), hat der Kopf eine schöne Form, ist der Griff ordentlich dicht mit Haaren besteckt und liegt der Pinselgriff gut in der Hand. Das Ringmaß, also der Durchmesser des Pinsels an der Stelle, wo die Haare mit dem Pinselgriff verbunden sind, ist für mich nicht mehr so entscheident. Bei den besonders dicken Pinseln (25mm am Ring und mehr) muß auf genügend Trocknungszeit geachtet werden (hier empfehlen wir wenigstens einen zweiten Pinsel), während die Größen zwischen 19mm und 23mm unserer Meinung nach für den täglichen Einsatz besser geeignet sind. Manche Pinselköpfe wirken größer als andere, dann wieder scheint es, als wäre das Haar kürzer oder steckte vielleicht nur tiefer im Griff. Lauter Unterschiede, die durchaus von Bedeutung sein können. So wirken die Pinsel mit den sehr langen Haaren oft etwas peitschenartig wenn sie naß werden, während die sehr kurzen Köpfe fester, straffer und etwas weniger weich scheinen. Und es gibt sicherlich Nassrasierer, die bis aufs Rasiermesser darüber streiten können, welche Pinselform, welches Haar und welcher Hersteller am besten geeignet ist. Das ist alles Quark und zum Glück ist die Auswahl so groß wie schwierig. Verlassen sie sich auf einige wichtige Informationen, auf ihr Gefühl, ihren Geschmack und auf ihren Geldbeutel. Ein Griff aus Gold schäumt auch nicht besser und ob sie im Zuge der Erderwärmung noch einen Winterdachs brauchen, müssen sie selber entscheiden. Es gibt auch Männer, die glauben, nur ein Pinsel jenseits der 200 Euro Marke würde den höchsten Ansprüchen genügen. Vergessen sie diesen Unsinn und kaufen sie sich einen Pinsel der ihnen gefällt und den sie sich leisten können.

Die Frage, ob ein Pinsel stehen oder hängen soll kann ich ihnen nicht beantworten. Im Physikunterricht hieß es, daß Kapilarkräfte in jede Richtung wirken und deshalb stehen meine Pinsel im Regal. Sie werden nach der Benutzung gründlich ausgespült, ordentlich ausgeschüttelt und manchmal gaz vorsichtig am Handtuch abgestreift.

Synthetische Fasern

Aber seit einigen Jahren arbeiten viele Pinselhersteller mit synthetischen Fasern. Kunstfasern, die ein Dachsleben schonen, die gleichwertige Gebrauchseigenschaften bieten und die deutlich robuster sind als das natürliche Dachshaar.

Die Verwendung von synthetischen Fasern in Rasierpinseln ist  eine noch recht junge Erfindung. Es gibt diesen Werkstoff natürlich schon eine ganze Weile – zum Einsatz kommt hauptsächlich eine PET (Polyethylenterephthalat) Faser -, doch in Rasierpinseln sind es erst ca. 10 Jahre. Etwas weniger würde ich schätzen und inzwischen hat wohl fast jede bekannte Pinselmarke eine brauchbare Synthetikfaser im Sortiment. Glauben sie mir, das ist mehr als ein kurzfristiger Trend.

Zuerst muß es recht schwierig gewesen sein, weil die glatte Oberfläche der synthetischen Fasern nicht in der Lage war das Wasser zu speichern wie natürliches Dachshaar. Das Wasser lief, nachdem man den Pinsel durchgespült hatte, einfach so wieder heraus. Auf diese komplizierte Wasseraufnahme mußte man sich einstellen und in den Anfangszeiten der Entwicklung gab es natürlich spürbare Unterschiede zum Dachs. Die synthetsichen Fasern fühlten sich ganz anders an und selbst die Verarbeitung ist bis heute nicht ganz ohne. Selbst die Maschinen hatten und haben mit dem Kunstoff so ihre Probleme. Fast immer ist es Handarbeit und es steckt jede Menge Entwicklung in dem Werkstoff, der ähnlich teuer wie Silberspitzen ist (sein kann). Sie legen Wert auf gute Handarbeit? Dann sollten sie über einen Rasierpinsel mit synthetischen Fasern nachdenken.

Ich nutze einen Synthetikpinsel der Firma MÜHLE seit 3 Jahren im Geschäft für Vorführungen, wenn ich den Leuten erkläre, wie man ordentlichen Rasierschaum aufschlägt. Oft muß der Pinsel mehrmals täglich zeigen was in ihm steckt und ich kann in der Hektik des Tages oft nicht auf die richtige Pflege achten, die bei einem Silberspitz dringend geboten wäre. Synthetikfasern sind viel robuster und brauchen deutlich weniger Pflege, was ich für einen großen Vorteil halte. Außerdem habe ich die Erfahrung gemacht, daß sich die Synthetikfasern gerade auf sehr harten Rasierseifen besonders gut machen, weil die Seifenaufnahme durch den Pinsel leichter gelingt. Viele Männer, die einen Silberspitz schwingen, haben beim Aufschäumen Angst um die wertvollen Spitzen und getrauen sich nicht den Pinsel fest auf die Seife zu drücken. Vor einem Rasierpinsel mit Synthetikfasern braucht man nicht so viel Respekt zu haben. Keine Sorge, der hält das aus und zwar lange.

Die mir bekannten Synthetikpinsel der Firma MÜHLE sind meiner Meinung so gut wie ein Silberspitz. Sie fühlen sich schön weich an und neben ihrer Unverwüstlichkeit, und dem Vorteil bei der Seifenaufnahme, brauche ich mir keine Gedanken um den Artenschutz zu machen. Wir sind zwar kein Vegetarier, doch wenn es ohne tote Tiere geht ist es uns von 1000 & 1 Seife lieber und dem Dachs vermutlich auch.

Silvertip Fibres©

Seit gut einem Jahr konnte ich die neue synthetische Faser Silvertip Fibres© von MÜHLE Pinsel als Prototyp testen. Ein gutes Jahr lang haben mir gestandene Nassrasierer immer wieder im Geschäft bestätigt (wenn sie den Pinsel in Händen hielten), daß sie ebenfalls  solch einen schönen echten, weichen Silberspitz zu Hause benutzen würden. Ein ganzes Jahr lang habe ich auf die Markteinführung dieser Faser gewartet und nun ist es an der Zeit, die Vorzüge dieser synthetischen Faser zu betonen, und ich sage gleich dazu, daß es ab sofort bei 1000 & 1 Seife nur noch Rasierpinsel mit synthetischen Fasern zu kaufen geben wird. Nicht ausschließlich. Aber wir finden dieses Produkt einfach sehr überzeugend.

synthetik_und_silvertip-fibres1

Links im Bild sehen sie die herkömmliche Faser Synthetik und rechts die neue Faser Silvertip Fibres©. Letztere fühlt sich gerade auf dem Pinselkopf noch etwas weicher an. Sicher, aufwendig hergestellte Silverspitzenrasierpinsel mit edlen Haaren vom Dachs unterscheiden sich für den Kenner. Doch die Ähnlichkeit ist recht hoch und die meisten Männer bemerken den Unterschied erst, wenn sie die Fasern an der Seite berühren. Auf dem Pinselkopf selber ist es wirklich schwer zu bemerken. Wasseraufnahme, Seifenabtrag und das Verhalten beim Aufschäumen sind absolut ebenbürtig und bei sehr festen Rasierseifen haben diese synthetischen Fasern eindeutig die Nase vorn. Die Haarspitzen dieser synthetischen Fasern sind, wie natürliches Haar, an den Spitzen dünner, sie sind ebenfalls gekräuselt, leicht wellig, und die Oberfläche der Faser ist nicht glatt wie Plastik, sondern leicht rauh – sie haben Struktur. Zumal ist die Faser robuster, benötigt nicht so viel Pflege, sie trocknet schneller und auch dem Tierschutz ist in ganz besonderer Weise gedient – die Dachse werden es ihnen danken.

Veröffentlicht unter 1000 & 1 Seife - Das Geschäft, NASSRASUR | Verschlagwortet mit , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Eau de Froehliche – Ein Parfum des Aromatischen Blogs von 1000 & 1 Seife – bei Aus Liebe zum Duft

Mit dem Eau de Froehliche, einem Weihrauchparfum (19% Konzentration) aus Tolubalsam, Tonka, Irisbutter, Kardamom, Rosenholz, Patrchouli und Vanille, bekommt erstmalig ein handgemachtes Parfum von 1000 & 1 Seife/ des Aromatischen Blogs sehr viel Aufmerksamkeit, weil der aus kostbaren Rohstoffen bestehende Duft bei AUS LIEBE ZUM DUFT gelistet ist. Das Geschäft und Onlinepartal für schöne, kostbare und seltene Parfums und andere Kosmetik von Georg Wuchsa aus Bruchsal gehört ohne jeden Zweifel zu den bekanntesten Adressen und wir sind stolz, daß unser Eau de Froehliche mit ins Sortiment aufgenommen wurde.

Da vom Eau de Froehliche nur geringste Mengen hergestellt werden, bitten wir unsere Kundinnen und Kunden sich bei Interesse an AUS LIEBE ZUM DUFT zu wenden. Für die Zukunft sind zwei weitere Eau de Froehliche Variationen geplant: Einmal mit Neroli (Orangenblüte) und wenn es sich machen läßt, ein Eau de Froehliche mit einer freundlichen Fruchtnote, die an Schwarze Johannisbeeren erinnert.

Für weitere Informationen empfehlen wir die folgenden Internetseiten.

Aromatisches-Blog

Eau de Froehliche bei Aus Liebe zum Duft

Erik Kormann bei Aus Liebe zum Duft

Froehliches Facebook

Beautyjunkies

Veröffentlicht unter SPECIALS | Hinterlasse einen Kommentar