Seifensammlung, Seifenausstellung – Die WASSERKÖNIGIN von Karl Nittinger aus Schwäbisch Gmünd

“Hast Du für gute Seife Sinn, dann wasch mit: Wasserkönigin!”

“Verwenden Sie auch Schneewittchen-Walschpulver und das selbsttätige Waschmittel Pylogin!”

Wasserkönigin, die 80%ige Vollfettseife. Aus besten Rohstoffen hergestellt, garantiert die Seife höchste Waschkraft und einen sparsamen Verbrauch. Leichte Arbeit, lieblich erfrischender Geruch und billiger Preis. Und natürlich ist die Wasserkönigin Seife der Karl Nittinger Seifenfabrik aus Schwäbisch Gmünd auch für die Körperpflege geeignet.

Ein typisches Produkt der Nachkriegszeit (oder aus den letzten Kriegsjahren selber) und es ist davon auszugehen, daß die WASSERKÖNIGIN SEIFE eine Herstellermarke der Karl Nittinger Seifenfabrik war. Also eine Eigenmarke, mit der die Firma aus Schwäbisch Gmünd die auf Qualität bedachte Kundschaft zu gewinnen suchte. Die Betonung des hohen Fettgehalts ist insofern von Bedeutung, weil Seifen aus Deutschland zu dieser Zeit fast immer mit allerlei Füllstoffen (Sand, Sägespänen, etc.) auf Masse gebracht werden mußten. Die chemische Industrie – für die Kriegswirtschaft besonders wichtig – litt unter  ständiger Rohstoffknappheit und konnte Verbrauchsgüter von hoher Qualität zum Ende des 2. Weltkrieges hin gar nicht mehr in ausreichender Stückzahl produzieren. Zumal die chemische Industrie – besonderes Ziel alliierter Luftangriffe – in den letzten Kriegsmonaten fast vollständig zerstört war und erst wieder aufgebaut werden mußte. Nur so lassen sich die hohen Schwarzmarktpreise für Seifen in den ersten Nachkriegsjahren erklären. Siehe auch Heinrich Böll: “Als der Krieg zu Ende war”.

Somit ist die WASSERKÖNIGIN SEIFE, die wir in unserer Seifenausstellung zeigen, auf jeden Fall um die schzig Jahre alt. Vom lieblichen Geruch ist leider nichts mehr übrig und auch der Farbton dürfte sich von weißlich nach gelblich stark verändert haben. Aber auch dieses Bsp. zeigt, wie lange Seifen doch haltbar sind und wie schön und interessant solch eine Sammlung sein kann.

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Seifensammlung, Seifenausstellung – Schöne Bildchen aus unserer Seifenausstellung – Fa von Henkel

Fa von HENKEL, ein hübscher Aufkleber, der natürlich auch Teil unserer Seifensammlung/ Seifenausstellung ist.  Der Marktanteil von Fa/ HENKEL lag in den 60er Jahren bei etwa 5%, eine Feinseife, die 1954 auf dem Markt eingeführt wurde. Berühmt wurde die Firma aber ganz sicherlich mit dem Waschmittel Persil, welches seit 1907 produziert wird und als erstes, selbsttätiges Waschmittel der Welt beworben wurde. Mit der TV-Werbung für Persil schrieb die Firma 1956 sogar Fernsehgeschichte: Die Werbung für Persil war die erste kommerzielle Fernsehwerbung in Deutschland.

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Seifensammlung, Seifenausstellung – XENIA de LUXE des VEB PATINA aus Halle

Nicht unbedingt der beste Name für einen Kosmetikhersteller, doch die Seife selber war der Firma richtig Werbung wert und überhaupt gehört diese Seife in eine Seifensammlung. Besonders dann, wenn man seit mehr als 10 Jahren Seife produziert, ein eigenes Buch zum Thema geschrieben hat, an einem neuen Buch arbeitet, seine eigene Werkstatt hat, ein Geschäft führt und selber Xenia heißt. So wie Xenia Trost, die Seifensiederin von 1000 & 1 Seife aus Berlin.

Die Innenseite der Verpackung hat irgendwie Strahlkraft. So könnte die Werbung für einen Stromkonzern aussehen. Vermutlich war Xenia de Luxe für den Export bestimmt. Wir können uns jedenfalls nicht daran erinnern, die Seife regelmäßig in den Geschäften gesehen zu haben. Xenia de Luxe, eingewickelt in Goldfolie und in einem festen Geschenkkarton zu je zwei Stück. Xenia war einfach Luxus.

Und so sieht die Seife selber aus.

Und wer sich die Seife aus der Nähe anschauen möchte, der kann gerne unser Geschäft in den Hackeschen Höfen/ Hof IV besuchen (Rosenthaler Straße 40/ 41, in 10178 Berlin), wo wir einen kleinen Teil unserer privaten Sammlung der Öffentlichkeit vorstellen.

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Über die SEIFENFABRIK PAUL ALFRED GOEBEL aus Bad Godesberg – Teil 2

Ein Anruf im Stadtarchiv und der Stadthistorischen Bibliothek Bonn hat einige weitere Informationen  zur Seifenfabrik von Paul Alfred Goebel erbracht. Und dazu noch eine schicke Rechnung mit einem üppigen Briefkopf aus dem Jahre 1917. Bescheidenheit war nicht die Sache von Paul Alfred Goebel, der 1916 sein Gewerbe für die Herstellung von Seifen, Chemikalien und Arzneimitteln in Bad Godesberg anmeldete und man sollte auch gleich erwähnen, daß die oben auf dem Briefkopf der Rechnung abgebildete Fabrik im Original deutlich kleiner gewesen sein muß. Er führt sogar den Titel des Hoflieferanten auf seinen Anschreiben, was in Anbetracht der Tatsache, daß der letzte Kaiser (FW II, 1859 bis 1941) 1918 abdankte, eine recht optimistischs Selbstzuschreibung gewesen sein dürfte. Vier Jahre später meldete Paul Goebel sein Gewerbe, sein Unternehmen erstmal ab, um es ein Jahr später (1921) gleich wieder anzumelden. Die Fabrik ging dann in dem Unternehmen DOLOGIT auf, ein Hersteller von Arzneimitteln, der vielleicht durch das Hustenmittel Rheila bekannt ist. In der Zeit um den 2. Weltkrieg herum verliert sich die Spur der Firma, die dann erst wieder Anfang der 50er Jahre auftaucht und bis 1972 existiert. Das ursprüngliche Firmengebäude in der Elsässer Straße in Bad Godesberg wurde 1982 abgerissen.

An dieser Stelle sei noch einmal erwähnt, daß die Abbildung der Rechnung hier in diesem Text nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Stadtarchivs Bonn möglich wurde und eine weitere Vervielfältigung nicht ohne Erlaubnis durch das Stadtarchiv erwünscht ist. Ich bedanke mich für die freundliche Unterstütung und die weiterführenden Informationen aus Bad Godesberg, und verweise an dieser Stelle auf das Stadtarchiv und die Stadthistorische Bibliothek der Bundesstadt Bonn. Stadthaus, Berliner Platz 2, 53103 Bonn, oder im Internet unter www.bonn.de

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Seifenfabrik Paul Alfred Goebel GmbH aus Bad Godesberg a. Rh. – Ein Werbebrief von 1948

Wir freuen uns, Ihnen nach vielen Jahren wieder ein Angebot hochwertiger Waren in Friedensqualität machen zu können.

Das Fabrikat, das täglich von unserer Kundschaft verlangt wurde, das jedoch wegen Beschlagnahme bisher nicht geliefert werden konnte, nämlich unser flüssiges Handreinigungsmittel “Alfreds Stolz” mit Mandelparfumöl.

Und morgen werde ich in noch einmal in Bad Godesberg im Stadtarchiv anrufen – heute war Betriebsausflug – und mal schauen, ob es da nicht noch mehr Informationen zu gibt.

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Seifenfisch – Seife im Tierreich

Die Seifenfische, die hier erwähnt werden, gehören zur Familie der Grammistidae. Es sind alles Barschartige, die bestimmte Merkmale an den Flossen aufweisen. Die deutsche Bezeichnung für diese ganze Familie lautet Seifenfische; wobei nicht so leicht zu klären ist, auf wen diese deutsche Bezeichnung zurückgeht. Bloch (Marcus Elieser Bloch, 1723-1799, dem auch wie schon Moses Mendelssohn durch Friedrich II. eine Lehrtätigkeit an der Akademie der Wissenschaften verwehrt wurde ) bestimmte den Fisch. Wobei die Nennung 1801 als Grammistes Orientalis durch Johann Gottlob Theaenus Schneider (1750–1822) nach Blochs Tod vollendet wurde. Beide wußten zur damaligen Zeit allerdings nicht, daß ein gewisser Herr Thunberg bereits 1792 den Fisch als Grammistes sexlineatus bestimmt hatte.


Und weil die erste Bezeichnung die wissenschaftlich gültige ist, heißt der hier abgebildete Seifenfisch Grammistes sexlineatus – also Sechstreifiger Seifenbarsch.

Doch wie kommt es nun, daß der Seifenfisch, unser sechsstreifiger Seifenbarsch, die Seife im Namen führt? Wie schon gesagt, man kann sich mit dem Fisch nicht waschen und auch in der Handwäsche für Feintextilien und Wolle würde sich das Tier nicht wohlfühlen. Es würde stattdessen furchtbar viel Schleim absondern und genau dieser Eigenschaft verdankt er seinen Namen. In der Natur dient dieser Schleim der Abwehr von Feinden. Größere Fische würden ihn sofort wieder ausspucken, weil der Schleim ziemlich bitter, reizend und bei einigen Arten auch giftig ist. Daher kommt die Bezeichnung Seifenfisch. Hat zwar so direkt nichts mit Seife zu tun, doch interessant finde ich es trotzdem. Der Lebensraum unseres hübschen Seifenfisches ist der Indopazifik.

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Seife als Notbehelf – Körperpflege 1894

Oft hören wir, wie die Leute beim Anblick unseres Geschäfts – indem es neben einigen Düften (Parfums) unzählige Seifen und viele andere Dinge gibt, mit denen man es sich in der Wanne oder unter der Dusche einfach nur nett machen kann -, erklären, daß man all diese Dinge nicht benötigen würde. “Wissen sie, Kernseife ist die beste Seife und mehr braucht man nicht. Glauben sie mir, ich nehm nur Wasser und Kernseife. Gute Kernseife. Da wissen sie natürlich gar nicht mehr was das ist. Nach`m Krieg, da gabs gute Seife”.  In solchen Momenten denken  wir uns still unseren Teil. Fehlt nur noch, daß die Trümmerbilder der Nachkriegszeit in Form seniler Verklärung am Ende gar romantisiert werden. “Ja, damals war alles besser, sogar die Seife”. Warum nur gilt das Badezimmer selbst im Jahr 2011 noch immer vielen Deutschen als Ort, der ausschließ der Reinigung dient? Wo liegen die Wurzeln derartiger Vorstellungen von Hygiene und körperlichem Wohlbefinden?

Lavater sagte: Wollt ihr schöner werden, als ihr seid, sorgt für eine schöne Seele, welche sich einer gesunden Behausung zu erfreuen hat und sofort werden nicht nur die Rosen auf den Wangen von neuem erblühen, sondern auch aus jedem Gesichtswinkel unwiderstehliche Schönheit herausleuchten, selbst wenn ihr in einer Mulattenhaut stecktet.

(Folgende Zitate mehrheitl. aus dem Bilz, “Das neue Natur Heilverfahren – Lehr- und Nachschlagbuch der naturgemäßen Heilweise und Gesundheitspflege”, Verlag Bilz, Leipzig 1898, 25. Aufl., 1943 Seiten)

Gesundheit und Reinlichkeit – Hygiene – gehören fest zusammen und wurden ganz im Sinne einer gesunden, deutschen Volksgemeinschaft zu erklärten Zielen, die zudem schon damals gut vermarktet werden konnten. Wasser spielte dabei schon immer eine herausragende Rolle, nachdem seine reinigenden und abhärtenden Eigenschaften als positiv anerkannt wurden. Dem Bad galt dabei besondere Aufmerksamkeit, weil es erst langsam wieder in Mode kam und die meisten Wohnungen überhaupt nicht die Möglichkeit dafür boten. Als sinnvoll, gar notwendig, wurde es erachtet, einmal täglich, oder midestens 2-4 mal wöchentlich, lauwarme bis warme Ganzabreibungen, Ganzwaschungen, Wannenbäder, Vollbäder oder Flußbäder, nebst Frottieren (Abreiben der Haut) zu absolvieren.

Dabei sollte die Raumtemperatur nicht unter 15 Grad liegen und die empfohlene Wassertemperatur wurde mit 24 bis 25 Grad angegeben. Von großer Wichtigkeit außerdem, die eigene Körperwärme, denn mit kaltem Körper darf man nicht ins Bad. Der kalte Körper muß zuvor mittels Decken oder durch Bewegung auf Temperatur gebracht werden, weil Ofenwärme als schädlich galt. Angemerkt wird, daß gerade Naturärzte eher zu kühleren Bädern raten.

Reinlichkeit ist das halbe Leben sagt zwar ein bekanntes Sprichwort, jedoch als Beweis, wie wenig noch in Deutschland auf die Hautpflege Gewicht gelegt wird, möge unter hunderten von Beispielen nur die Thatsache dienen, daß es in unserem gebildeten Deutschland Städte von 80 000 und mehr Einwohnern gibt, die sich oft nur einer einzigen Badeanstalt von nicht mehr als drei bis vier Badewannen erfreuen. Bilz, S. 493

Baden diente lediglich der Reinigung des Körpers und der Haupflege, ein Aspekt, der immer getrennt betrachtet wurde, weil durch ein Bad auch andere, reinigende und heilende Prozesse des Körpers aktiviert werden sollten. Das Seife möglichst nicht verwendet werden sollte, nur im Falle der starkt verschmutzten Haut galt ihr Einsatz als annehmbar, muß in diesem Zusammenhang unbedingt Erwähnung finden, weil die reinigende Wirkung des Bades allein dem Wasser zugeschrieben wurde. Und was da nicht alles gebadet werden sollte und vor allen Dingen auch wie. Hier einige Tipps!

Seife galt vielen Medizinern und selbsternannten Gesundheitsfanatikern als überflüssiges Mittel bei der Abhärtung des Körpers, dessen Selbstreinigungskräfte einzig und allein durch Wasser geweckt zu werden brauchten. Bezüglich der Waschung mit Seife sei noch erwähnt, daß man der Ansicht war, Seife würde zur Reinigung meist zu häufig angewendet. Seife sollte nur als Notbehelf für groben Schmutz gelten, den man ohne sie nicht beseitigen könne. Wer viel temperiertes Wasser braucht, wird selten Seife nötig haben. Zu viel Seife trocknet die Haut etwas aus, entzieht den Talgdrüsen ihr natürliches Fett, macht die Haut früh alt, welk und runzlig. Wer Seife nur als einen Behelf in Not ansieht, der behält lange eine junge, frische, straffe Haut, einen frischen Teint.

Für jedes Körperteil gab es, und das in jeder Position, technische Erfindungen, die ein Dampfbad, eine Waschung ermöglichen sollten. Gebadet wurde überall, im Ernstfalle auch liegend im Bett. Aber ein Bad aus Freude, ein Bad zur Entspannung, ein Bad aus Lust und Laune heraus, das war überhaupt nicht vorgesehen. Und ich denke, daß es genau diese Entwicklung in Deutschland war, die u.a. zu der Ansicht Seife schenkt man nicht führte. An anderer Stelle habe ich schon einmal darüber nachgedacht, ob es nicht einen Zusammenhang zwischen dieser ursprünglich vermittelten Idee von Hygiene und der bis heute anzutreffenden Unfähigkeit des Badegenusses gibt. Hygienos (griechisch) bedeutet im weitesten Sinne der Gesundheit förderlich und wurde in unserem Sprachgebrauch hauptsächlich im Zusammenhang mit Medizin (als Prävention) und zur Abhärtung, gedacht.

Baden und Sauberkeit wurden gerade in Deutschland in hohem Maße instituionalisiert. Der private Körper, als Teil des Volkskörpers betrachtet, hatte sich gesellschaftlichen Normen zu unterwerfen – gesund, nützlich und leistungsstark. Hygiene wurde organisiert. Sauberkeit kann durchaus auch als das Ergebnis eines sozialen Drucks betrachtet werden, welcher in der Zeit des Nationalsozialismus auf schreckliche Art pervertierte. Der an Geist und Körper gesunde Deutsche erfuhr die Gleichsetzung der Begriffe Körperhygiene und Rassehygiene – Schlagworte einer menschenverachtenden Idee, die Sauberkeit mit Volksgemeinschaft gleichsetzte und damit die Lust am Waschen durch einen gesellschaftlichen Zwang ersetzte“. (Zitat aus dem Artikel Seife schenkt man nicht)

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Klassische Nassrasur. Wissenswertes über Schweineborsten, Dachshaare und Rasierpinsel mit synthetischen Fasern

Von James Joyce stammt der Tipp (Ulysses), den Pinsel einfach in der Seife stecken zu lassen, weil dadurch die Haare noch viel weicher werden würden. Nun, ich verehre zwar den großen Dichter, doch dieser Tipp sei nicht zur Nachahmung empfohlen. Obwohl zu vermuten ist, daß Joyce nur eine Schweineborste nutzte.  Aber welche Haare gehören überhaupt in einen guten Rasierpinsel und entscheidet sich an dieser Frage die Qualität des Schaums? Im folgenden Text soll dieser Frage nachgespürt werden.

Richtige Männer, wenn sie keine Bartträger sind, schlagen ihren Rasierschaum selber auf. Dazu gehört neben Rasierseife oder Rasiercreme und Wasser auch ein Rasierpinsel, mit dem der Schaum hergestellt wird. Mit kreisenden Bewegungen, man kann auch stampfen, drücken, hin und her, in der Hand, im Mug, einer alten Kaffeetasse oder gleich im Gesicht; das alles ist egal und bleibt jedem Mann selber überlassen. Was verbindet ist das gleiche, wunderbare Ritual – einen Rasierpinsel zu schwingen. Natürlich sind auch Dosenschaumbenutzer Nassrasierer, doch über diese Spezies wollen und werden wir hier nicht schreiben. Und dabei sind gerade die Rasierpinsel für manche Männer viel mehr als reine Schaumschläger. Ganze Sammlungen unterschiedlicher Pinsel, Haarqualitäten, Griffe, Hersteller und Größen finden sich in den Badezimmern und natürlich gibt es Pinsel für jeden Tag, Pinsel für Feiertage, Sonntage und andere Festlichkeiten. Rasierpinsel sind eigentlich reine Gebrauchsgegenstände. Doch ganz heimlich betrachtet sind sie mehr und für viele Nassrasierer ist der Besitz eines guten Rasierpinsels so wichtig wie ein neues Auto, teure Weine, gutes Essen und schicke Anzüge. Ich persönlich besitze, außer einigen guten Rotweinen, weder das eine noch das andere. Aber Rasierpinsel habe ich 5 Stück. Alles schönste Silberspitze und einen kleinen Graudachs; mal größer oder kleiner, mit Griffen aus Holz, Plastik oder Edelstahl. Es ist eine nette kleine Sammlung, die ich in schöner Rotation benutze.

Doch welche Haare werden überhaupt verwendet?

Für gute Rasierpinsel wird Dachshaar verwendet (engl. Badger). Es gibt auch Pinsel mit Schweineborsten (engl. Bristle), aber das ist etwas für den Drogeriemarkt und diese Pinsel interessieren uns jetzt nicht. Man erkennt die Schweineborsten an den auffällig weißlich/ gelblichen Haaren/ Borsten und um manche ist wie zum Hohn noch so ein dunker Balken gemalt, damit es aussieht wie Silberspitze. Derartige Produktlügen sind in meinen Augen Kitsch – wenn schon Borste dann bitte ehrlich. Aber natürlich soll hier nicht verschwiegen werden, daß man sich natürlich mit einem Borstenpinsel auch einen ordentlichen Rasierschaum herstellen kann.

Rasierpinsel mit Dachshaar sind viel weicher und haben deutlich bessere Gebrauchseigenschaften. Dabei sind die Bezeichnungen für die unterschiedlichen Haarqualitäten manchmal verwirrend und inzwischen höre ich schon gar nicht mehr so genau hin, wenn irgendwo von Winterdachs, Eisdachs, Super-Dachs oder gar Babydachs gesprochen wird. Die wichtigsten Unterscheidungsmerkmale sind die Silberspitze (silver tip) und die einfachen grauen Dachshaare, die man als häufig als reinen Dachszupf oder Graudachs (pure badger) bezeichnet. Dabei ist die Silberspitze die beste Qualität die es gibt (von Hersteller zu Hersteller gibt es zum Teil recht große Unterschiede). So weit mir bekannt ist, wird die Silberspitze ausgekämmt und ausgezupft, von den Haarlieferanten nach Qualität sortiert, hellere Spitzen/ dunklere Spitzen, und anschließend von den Pinselherstellern zumeist von Hand weiterverarbeitet. Die grauen Dachshaare wurden geschnitten. Man bezeichnet diese Haare als Stock-Ware. Ihnen fehlen die hellen Silberspitzen und der dunkle Mittelstreifen. Aus diesem Haar fertigen die Hersteller einfache, gute Gebrauchspinsel. Wem die Silberspitze zu weich ist, wer eine größere Massagewirkung auf der Haut haben möchte, oder wer nicht viel Geld in einen Rasierpinsel investieren will, der wird mit dieser Haarqualität sicher sehr zufrieden sein. Das Haar fällt manchmal etwas dunkler oder heller aus und die Pinsel werden mehrheitlich bestimmt maschinell gefertigt.

Hier sehen sie von links nach rechts die wichtigsten Haarqualitäten. Die hochwertige Silberspitze erkennen sie leicht an der schönen Form des Pinselkopfes, den hellen Spitzen und dem dunklen Band, welches die feinen Haare eines edlen Pinsels schmückt. Rechts daneben sehen sie einen Pinselkopf, der scheinbar über sehr helle Haare verfügt, wo man noch silbrige Spitzen erkennen kann und das dunkle Band andeutungsweise sichtbar ist. Diese Zupfhaare erfüllten nicht die Anforderungen für einen Silberspitz, doch die daraus gefertigten Pinsel sind eine gute Alternative zum Silberspitz. Das Haar ist auch schon wunderbar weich, nimmt sehr gut Wasser auf und speichert die Feuchtigkeit fast wie ein Silberspitz. Als nächste sieht man zwei verschiedene Färbungen des grauen Dachshaares und ganz rechts ist ein Pinselkopf aus synthetischen Pinselhaaren im Bild. Zu diesen Rasierpinseln werde ich später etwas mehr schreiben. Es sei aber schon erwähnt, daß wir diese Pinselhaare allen Männern empfehle, die nicht genügend Zeit, Ehrgeiz, Energie, Lust und Verantwortungsgefühl aufbringen, um einen Rasierpinsel aus Dachshaar richtig zu pflegen. Denn egal für welchen Dachshaarpinsel man sich entscheidet, es handelt sich um ein Naturprodukt, welches bei guter Pflege zehn, fünfzehn und mehr Jahre benutzt werden kann und benutzt werden sollte. Allein schon der Tiere wegen.

Hersteller und Marken von Rasierpinseln, um nur einige zu nennen, sind zum Beispiel MÜHLE, Hans Baier EXCLUSIVE, PILS GmbH, Vulfix, Kent, Simpson, Edwin Jagger, Heinrich L. Thäter, Rooney, Joris & natürlich Plisson. Man könnte die Liste noch endlos weiterführen und natürlich wird der eine oder andere jetzt seine Lieblingsmarke vermissen. Doch wichtig ist, daß man als Nassrasierer den Pinsel schwingt und sei es eine Schweineborste.

Beim Kauf eines Rasierpinsels sollten sie auf folgende Dinge achten: Läuft das dunkle Band der Silberspitze gleichmäßig (gilt nur für den echten Silberspitz), hat der Kopf eine schöne Form, ist der Griff ordentlich dicht mit Haaren besteckt und liegt der Pinselgriff gut in der Hand. Das Ringmaß, also der Durchmesser des Pinsels an der Stelle, wo die Haare mit dem Pinselgriff verbunden sind, ist für mich nicht mehr so entscheident. Bei den besonders dicken Pinseln (25mm am Ring und mehr) muß auf genügend Trocknungszeit geachtet werden (hier empfehlen wir wenigstens einen zweiten Pinsel), während die Größen zwischen 19mm und 23mm unserer Meinung nach für den täglichen Einsatz besser geeignet sind. Manche Pinselköpfe wirken größer als andere, dann wieder scheint es, als wäre das Haar kürzer oder steckte vielleicht nur tiefer im Griff. Lauter Unterschiede, die durchaus von Bedeutung sein können. So wirken die Pinsel mit den sehr langen Haaren oft etwas peitschenartig wenn sie naß werden, während die sehr kurzen Köpfe fester, straffer und etwas weniger weich scheinen. Und es gibt sicherlich Nassrasierer, die bis aufs Rasiermesser darüber streiten können, welche Pinselform, welches Haar und welcher Hersteller am besten geeignet ist. Das ist alles Quark und zum Glück ist die Auswahl so groß wie schwierig. Verlassen sie sich auf einige wichtige Informationen, auf ihr Gefühl, ihren Geschmack und auf ihren Geldbeutel. Ein Griff aus Gold schäumt auch nicht besser und ob sie im Zuge der Erderwärmung noch einen Winterdachs brauchen, müssen sie selber entscheiden. Es gibt auch Männer, die glauben, nur ein Pinsel jenseits der 200 Euro Marke würde den höchsten Ansprüchen genügen. Vergessen sie diesen Unsinn und kaufen sie sich einen Pinsel der ihnen gefällt und den sie sich leisten können.

Die Frage, ob ein Pinsel stehen oder hängen soll kann ich ihnen nicht beantworten. Im Physikunterricht hieß es, daß Kapilarkräfte in jede Richtung wirken und deshalb stehen meine Pinsel im Regal. Sie werden nach der Benutzung gründlich ausgespült, ordentlich ausgeschüttelt und manchmal gaz vorsichtig am Handtuch abgestreift.

Synthetische Fasern

Aber seit einigen Jahren arbeiten viele Pinselhersteller mit synthetischen Fasern. Kunstfasern, die ein Dachsleben schonen, die gleichwertige Gebrauchseigenschaften bieten und die deutlich robuster sind als das natürliche Dachshaar.

Die Verwendung von synthetischen Fasern in Rasierpinseln ist  eine noch recht junge Erfindung. Es gibt diesen Werkstoff natürlich schon eine ganze Weile – zum Einsatz kommt hauptsächlich eine PET (Polyethylenterephthalat) Faser -, doch in Rasierpinseln sind es erst ca. 10 Jahre. Etwas weniger würde ich schätzen und inzwischen hat wohl fast jede bekannte Pinselmarke eine brauchbare Synthetikfaser im Sortiment. Glauben sie mir, das ist mehr als ein kurzfristiger Trend.

Zuerst muß es recht schwierig gewesen sein, weil die glatte Oberfläche der synthetischen Fasern nicht in der Lage war das Wasser zu speichern wie natürliches Dachshaar. Das Wasser lief, nachdem man den Pinsel durchgespült hatte, einfach so wieder heraus. Auf diese komplizierte Wasseraufnahme mußte man sich einstellen und in den Anfangszeiten der Entwicklung gab es natürlich spürbare Unterschiede zum Dachs. Die synthetsichen Fasern fühlten sich ganz anders an und selbst die Verarbeitung ist bis heute nicht ganz ohne. Selbst die Maschinen hatten und haben mit dem Kunstoff so ihre Probleme. Fast immer ist es Handarbeit und es steckt jede Menge Entwicklung in dem Werkstoff, der ähnlich teuer wie Silberspitzen ist (sein kann). Sie legen Wert auf gute Handarbeit? Dann sollten sie über einen Rasierpinsel mit synthetischen Fasern nachdenken.

Ich nutze einen Synthetikpinsel der Firma MÜHLE seit 3 Jahren im Geschäft für Vorführungen, wenn ich den Leuten erkläre, wie man ordentlichen Rasierschaum aufschlägt. Oft muß der Pinsel mehrmals täglich zeigen was in ihm steckt und ich kann in der Hektik des Tages oft nicht auf die richtige Pflege achten, die bei einem Silberspitz dringend geboten wäre. Synthetikfasern sind viel robuster und brauchen deutlich weniger Pflege, was ich für einen großen Vorteil halte. Außerdem habe ich die Erfahrung gemacht, daß sich die Synthetikfasern gerade auf sehr harten Rasierseifen besonders gut machen, weil die Seifenaufnahme durch den Pinsel leichter gelingt. Viele Männer, die einen Silberspitz schwingen, haben beim Aufschäumen Angst um die wertvollen Spitzen und getrauen sich nicht den Pinsel fest auf die Seife zu drücken. Vor einem Rasierpinsel mit Synthetikfasern braucht man nicht so viel Respekt zu haben. Keine Sorge, der hält das aus und zwar lange.

Die mir bekannten Synthetikpinsel der Firma MÜHLE sind meiner Meinung so gut wie ein Silberspitz. Sie fühlen sich schön weich an und neben ihrer Unverwüstlichkeit, und dem Vorteil bei der Seifenaufnahme, brauche ich mir keine Gedanken um den Artenschutz zu machen. Wir sind zwar kein Vegetarier, doch wenn es ohne tote Tiere geht ist es uns von 1000 & 1 Seife lieber und dem Dachs vermutlich auch.

Silvertip Fibres©

Seit gut einem Jahr konnte ich die neue synthetische Faser Silvertip Fibres© von MÜHLE Pinsel als Prototyp testen. Ein gutes Jahr lang haben mir gestandene Nassrasierer immer wieder im Geschäft bestätigt (wenn sie den Pinsel in Händen hielten), daß sie ebenfalls  solch einen schönen echten, weichen Silberspitz zu Hause benutzen würden. Ein ganzes Jahr lang habe ich auf die Markteinführung dieser Faser gewartet und nun ist es an der Zeit, die Vorzüge dieser synthetischen Faser zu betonen, und ich sage gleich dazu, daß es ab sofort bei 1000 & 1 Seife nur noch Rasierpinsel mit synthetischen Fasern zu kaufen geben wird. Nicht ausschließlich. Aber wir finden dieses Produkt einfach sehr überzeugend.

synthetik_und_silvertip-fibres1

Links im Bild sehen sie die herkömmliche Faser Synthetik und rechts die neue Faser Silvertip Fibres©. Letztere fühlt sich gerade auf dem Pinselkopf noch etwas weicher an. Sicher, aufwendig hergestellte Silverspitzenrasierpinsel mit edlen Haaren vom Dachs unterscheiden sich für den Kenner. Doch die Ähnlichkeit ist recht hoch und die meisten Männer bemerken den Unterschied erst, wenn sie die Fasern an der Seite berühren. Auf dem Pinselkopf selber ist es wirklich schwer zu bemerken. Wasseraufnahme, Seifenabtrag und das Verhalten beim Aufschäumen sind absolut ebenbürtig und bei sehr festen Rasierseifen haben diese synthetischen Fasern eindeutig die Nase vorn. Die Haarspitzen dieser synthetischen Fasern sind, wie natürliches Haar, an den Spitzen dünner, sie sind ebenfalls gekräuselt, leicht wellig, und die Oberfläche der Faser ist nicht glatt wie Plastik, sondern leicht rauh – sie haben Struktur. Zumal ist die Faser robuster, benötigt nicht so viel Pflege, sie trocknet schneller und auch dem Tierschutz ist in ganz besonderer Weise gedient – die Dachse werden es ihnen danken.

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Eau de Froehliche – Ein Parfum des Aromatischen Blogs von 1000 & 1 Seife – bei Aus Liebe zum Duft

Mit dem Eau de Froehliche, einem Weihrauchparfum (19% Konzentration) aus Tolubalsam, Tonka, Irisbutter, Kardamom, Rosenholz, Patrchouli und Vanille, bekommt erstmalig ein handgemachtes Parfum von 1000 & 1 Seife/ des Aromatischen Blogs sehr viel Aufmerksamkeit, weil der aus kostbaren Rohstoffen bestehende Duft bei AUS LIEBE ZUM DUFT gelistet ist. Das Geschäft und Onlinepartal für schöne, kostbare und seltene Parfums und andere Kosmetik von Georg Wuchsa aus Bruchsal gehört ohne jeden Zweifel zu den bekanntesten Adressen und wir sind stolz, daß unser Eau de Froehliche mit ins Sortiment aufgenommen wurde.

Da vom Eau de Froehliche nur geringste Mengen hergestellt werden, bitten wir unsere Kundinnen und Kunden sich bei Interesse an AUS LIEBE ZUM DUFT zu wenden. Für die Zukunft sind zwei weitere Eau de Froehliche Variationen geplant: Einmal mit Neroli (Orangenblüte) und wenn es sich machen läßt, ein Eau de Froehliche mit einer freundlichen Fruchtnote, die an Schwarze Johannisbeeren erinnert.

Für weitere Informationen empfehlen wir die folgenden Internetseiten.

Aromatisches-Blog

Eau de Froehliche bei Aus Liebe zum Duft

Erik Kormann bei Aus Liebe zum Duft

Froehliches Facebook

Beautyjunkies

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Hackesche Höfe/ Hof IV, der Brunnenhof mit dem schrägen Seifenbaum

Es ist schön in den Hackeschen Höfen und wir haben den Umzug in den Hof IV, den Brunnenhof nicht bereut, wo den ganzen Tag das Wasser plätschert und sich unzählige Touristen für eine Pause auf den Bänken niederlassen. Außerdem gibt es hier ein hübsches Bäumchen, welchem wir uns besonders verbunden fühlen. Warum? Lesen sie weiter.

Die Hackeschen Höfe, Teil der Spandauer Vorstadt im Berliner Stadtbezirk Mitte, benannt nach dem Stadtkommandanten Hans Christoph Graf von Hacke, wurden am 23. September 1906 eröffnet.

Den Hackeschen Markt selber gibt es seit etwa 1750. Friedrich der Große hatte seinem Stadtkommandanten Hacke den Auftrag erteilt, einige Freiflächen des Geländes weiter auszubauen und so entstand unmittelbar vor den Toren der befestigten Berliner Innenstadt ein Marktplatz, der nach dem Grafen benannt wurde.

Heute sind die Hackeschen Höfe, die seit 1972 unter Denkmalschutz stehen, einer der wichtigsten Anlaufpunkte für Berlintouristen. Und viele Touristen sind sehr neugierig. Die wollen dann wissen, wo das Scheunenviertel ist, was Spandauer Vorstadt bedeutet, ob die Hackeschen Höfe schon immer so schön waren und was die Wohnungen hier so kosten. Fragen über Fragen, die man gar nicht alle beantworten kann. Doch auf die am häufigsten gestellte Frage (es ist die nach dem Baum im Hof IV), gibt es eine ganz einfache Antwort. Das schräge Bäumchen, welches sich so zu Seite lehnt, daß es bereits abgestützt werden muß, ist ein Eschen-Ahorn, der zur Familie der Seifenbaumgewächse gehört. Ordnung – Sapindales/ Seifenbaumartige, Familie – Sapindaceae/ Seifenbaumgewächse, Gattung – Ahorne, Art – Eschen-Ahorn. Den Familiennamen (Seifenbaumgewächse/ Sapindaceae) verdanken die Seifenbaumartigen (das ist die Ordnungsbezeichnung) dem franz. Botaniker Antoine Laurent de Jussieu (1748 – 1836), dessen Autorenkürzel Juss. man bis heute in Botaniknachschlagewerken findet. Er bezeichnete die Pflanzenfamilie ursprünglich als SAPINDI, was sich aus dem lat. Sapo für Seife und india für Indien zusammensetzt. Warum er das getan hat, und warum er ausgerechnet beim Anblick der Blüten – hier wurden und werden die charakteristischen Merkmale bestimmt – an Seife dachte, das müssen sie ihn schon selber fragen.

Beheimatet ist der Eschen-Ahorn im nördlichen Amerika, von wo aus er bereits um 1700 nach Europa eingeführt wurde. Er gilt als sehr robust, hält lange Trockenheitsperioden aus und selbst der Staub einer Großstadt stört ihn nicht. Was wohl auch der Grund dafür ist, daß der Eschen-Ahorn zu den am häufigsten gepflanzen fremdländischen Gehölzen in Europa gehört. Ganz typisch für die Art ist der schräge Wuchs. Ältere Bäume legen sich manchmal sogar ganz auf die Seite – wenn man sie nur läßt.

HACKESCHE HÖFE

Auch schön: BIS ES MIR VOM LEIBE FÄLLT

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1000 & 1 Seife – Bilder aus dem Geschäft – zwei Fundstücke

Seit vielen Jahren schon steht im Eingangsbereich zu unserem Geschäft ein für viele Leute recht interessantes Gerät, und während die einen schmunzeln und sich an frühe Jugendtage erinnern, spekulieren die anderen, was es wohl mit dieser Maschine auf sich hat. Von Seifenofen bis Siedekessel reichen die Vermutungen und nur die wenigsten Kundinnen und Kunden entdecken das kleine Bildchen, was direkt daneben steht. In Wirklichkeit handelt es sich dabei nämlich um eine Waschmaschine. Um eine Schwarzenberg, die erste in Serie gebaute Waschmaschine der DDR.

Wir haben sie vor vielen Jahren in Potsdam auf der Straße gefunden. Mitten zwischen altem Hausrat und Schutt stand sie im Schnee und schaute uns irgendwie traurig an und wir brachten es einfach nicht übers Herz, sie an diesem Ort zurückzulassen. Diese kleine Maschine hat doch ein Gesicht und sie sieht sehr hübsch aus (dachten wir wohl) und seitdem gehört sie zum Inventar.

Aber wie hat diese Waschmaschine funktioniert? Ganz einfach. Deckel auf und 20 oder 30 Liter Wasser in Handarbeit reinfüllen. Deckel runter und Heizung einschalten; es war sogar eine Kochwäsche möglich. Nachdem die gewünschte Temperatur erreicht war, schaltete sich der Thermostat von selber aus und nun wurde über eine Zeitschaltuhr das Wellenrad in Bewegung gesetzt. Es entstand ein kräftiger Strudel, in den man nach dem Waschmittel seine Kleider warf. Diese wurden am Grund der Waschmaschine fest miteinander verschlungen schön im Kreis bewegt, wobei das schnell drehende Wellenrad alle heraushängenden Fäden gleich abfetzte. Damit man ökonomisch mit dem Wasser umging – schütten sie mal 30 Liter in eine Waschmaschine – wusch man von hell nach dunkel. Im Lauf der Zeit wurden aber alle weißen Sachen etwas dunkler. War die Wäsche beendet, mußte man die 30 Liter entweder wieder herausschöpfen, oder man hatte einen Ablauf im Boden und dann brauchte man nur den Schlach an der Seite der Wellenradwaschmaschine nach unten zu legen und das Abwasser lief von alleine heraus.

Es war ganz einfach eine ganz tolle Maschine und wer endlich das Glück hatte, eine Schwarzenberg oder etwas später eine WM66 zu besitzen, der war mächtig stolz und stellte das gute Stück für ein Familienfoto im Wohnzimmer auf.

Praktisch war, daß man in diesem Typ Waschmaschine wunderbar Bockwürste erwärmen konnte. Machen sie mal 100 Bockwürste am Stück warm. Das geht nur mit einer solchen Waschmaschine. Oder 3 Säcke Kartoffeln. Man konnte auch prima Obst und Gemüse einkochen und weil das Wellenrad recht kräftig war, soll es auch vorgekommen sein, daß die gekochten Kartoffeln anschließend gleich zu Kartoffelbrei verrührt wurden. Wer weiß. Nach der Schwarzenberg kam die WM66 und die hat bis zum Ende der DDR – bereichert um eine Laugenpumpe – genau so funktioniert.

Doch der größte Witz ist das Familienfoto mit Waschmaschine – auch ein Fundstück. Als unser Wohnhaus saniert wurde, nutzen viele Mieter die Gelegenheit um mal so ordentlich auszumisten und dabei landeten unzählige Fotoalben in der Papiertonne und als ich eines Tage unsere alten Zeitungen in die Tonne stopfte, rutsche eines dieser Fotoalben heraus und fiel neben mir auf den Boden, wo es genau mit diesem Bild nach oben aufschlug. Das kann kein Zufall gewesen sein.

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Schokobade Vanille – eine erste Idee

Weil uns bei der Schokobade noch immer eine Vanille fehlt, und nach Vanille fragen die meisten Leute, haben wir uns bemüht, diese Lücke zu schließen und sind bei der Suche nach einem passendem Motiv auf die folgende Postkarte gestoßen. Es ist nur eine erste Idee und noch wissen wir nicht, wie das endgültige Bildchen auf der geplanten Schokobade-Vanille-Verpackung ausehen wird. Aber wir sind zuversichtlich, daß auch die neue Sorte ein Erfolg werden wird.

Liebe Irma!

Schicke Dir das erste Bild von mir. Bin ich nicht gut getroffen? Siehste das macht die Seeluft und das gute Essen. Wege zur Kraft und Schönheit werden hier gepflegt. Viele Grüße, Deine Schwester Trude

(Ahlbeck/ 1927)

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Schokobade Patchouli – handgemachter Badezusatz von 1000 & 1 Seife aus Berlin

Die Schokobade Patchouli ist fertig.

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Schokobade Patchouli ist in Arbeit

Es fängt eigentlich immer mit einem Bildchen an. Mit der Überlegung, welcher Duft denn zu diesem oder jenem Motiv gut passen könnte. Doch im Falle der Schokobade Patchouli war es genau umgekehrt. Wir mußten erst ein Bildchen finden, mit dem wir die Schokobade-Patchouli anschaulich illustrieren konnten. Schließlich scheiden sich am Duft von Patchouli die Geister.

Das Öl wird aus den getrockneten Blättern der Pflanze durch Wasserdampf-Destillation gewonnen und weist einen lang anhaltenden holzig-balsamischen Geruch auf, der bisweilen leicht an Kampfer erinnert und bei minderwertigen Ölen eine deutlich erdige Note hat. Mittels Lösungsmittelextraktion kann aus den getrockneten Blättern auch ein Conc. Patchouli Res. gewonnen werden. Die ursprünglich auf den Philppinen heimische Pflanze (Pogostemon patchouli/ Lamiaceae, Labiatae), wird heute in Indonesien, China, Nord- und Südamerika und in Europa kultiviert. Hauptbestandteil ist mit über 30 bis 50% der Sesquiterpenalkohol (-)-Patchoulol Patschulialkohol. Den Geruch jedoch gibt das nur zu ca. 0,5% enthaltene (+)-Norpatchoulenol. Weitere Inhaltsstoffe sind Patchoulenol, Patchoulan, Patchoulion, Guajen, Bulnesen, Eugenol, Benzaldehyd und Ketone.

Wir werden jetzt noch einige Tage brauchen, um die neue Verpackung fertigzustellen. Aber wir werden die Schokobade Patchouli auf jeden Fall noch vor der Schokobade-Sommerpause einmal produzieren. In der ganz warmen Jahreszeit – von Ende Mai bis Ende August – stellen wir eigentlich keine Schokobade her.

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Schöne Bildchen – Adler Drogerie Klingenthal

Zwar hat die Suche im Internet nach genau diesem Geschäft keinen Erfolg gebracht  – die Adler-Drogerie in Klingenthal gibt es wohl nicht mehr – ich werde auch nicht die 111 anrufen, um die Telefonnummer zu überprüfen. Doch dieses alte Werbeschildchen ist einfach zu schön, zumal zu einer guten Drogerie, wo es feinste Parfumerien und Toilettenseifen gibt, natürlich auch ein Kino gehört.

Sollte eine Leserin/ ein Leser aber wissen, was aus der (dieser) Adler-Drogerie in Klingenthal geworden ist, dann kann ers sich gern via E-Mail bei uns melden.

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